2:4-Fehlstart von Rapid beim LASK

2:4-Fehlstart von Rapid beim LASK

Ein Doppelpack von Jürgen Panis (26., 52.) sowie Treffer von Florian Metz (18.) und Christoph Saurer (79.) bescherten den Linzern den unerwarteten Erfolg, für Rapid kamen die Tore von Kapitän Steffen Hofmann in der 54. und 92. Minute zu spät.

Der Favoritenrolle konnte Rapid nie gerecht werden. Nach fünf Minuten übernahm die Elf von Peter Pacult zwar optisch das Kommando, fand aber zu keinem echten Spielfluss. Zu Chancen kamen die Gäste, bei denen Raimund Hedl Einsergoalie Helge Payer vertrat, fast nur von außerhalb des Strafraums. Die Weitschüsse von Rene Gartler (24., erster Torschuss Rapids) sowie Veli Kavlak und Hofmann (35.) waren für LASK-Tormann Jürgen Macho leichte Beute.

Die Linzer zeigten sich in der Defensive im Vergleich zum Herbst aber stark verbessert, waren bissig, zweikampfstark und profitierten nicht zuletzt von der unsicheren Wiener Abwehr. In der 18. Minute schockte Metz nach einem Konter und Zuspiel von Christoph Saurer mit einem trockenen Weitschuss ins Kreuzeck zum ersten Mal die Gäste. Ausgerechnet Panis, der seit Oktober 2007 auf einen Bundesliga-Treffer wartete, erhöhte wenig später bereits auf 2:0: In der 20. Minute volley noch an Hedl gescheitert, kam er nach einem schweren Patzer des im Strafraum viel zu zögerlichen Ragnvald Soma an den Ball und netzte aus wenigen Metern ein (26.).

Das alles sahen rund 1.000 Fans der Linzer nicht, die aus Protest gegen die Vereinspolitik von Präsident Peter-Michael Reichel die erste Hälfte vor den Stadiontoren verbracht hatten und lediglich mit einem Transparent ("LASK-Chaos - uns Reichelt's") grüßten.

Rapid begann die zweite Hälfte wie erwartet druckvoll und wurde dennoch eiskalt erwischt. Dem 3:0 ging neuerlich ein defensiver Schnitzer voraus, Petar Skuletic kam zum Ball und bediente per gefühlvoller Flanke Panis, der sich sein zweites Tor nicht nehmen ließ (52.). Nur zwei Minuten später sorgte Steffen Hofmann aber mit dem 1:3 noch einmal für grün-weiße-Hoffnung, der beste Mann der Wiener schob nach einer Kombination über Kavlak und Markus Heikkinen sicher ein (54.).

Pacult versuchte mit den Einwechslungen von Mario Konrad, Christopher Trimmel und Christopher Drazan die Offensive weiter anzukurbeln, blieb mit dieser Maßnahme aber ohne Erfolg. In der 78. Minute versetzte Saurer Grün-Weiß sogar noch den Todesstoß: Wieder bugsierten die Gäste den Ball nur halbherzig aus der Defensive, Saurer kam aus über 20 Metern zum Ball und zog von dort unwiderstehlich zum 4:1 ab. Das Elfmetertor Hofmanns nach einem Foul von Vidas Alunderis in der Nachspielzeit (92.) war nur noch kosmetischer Natur.

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