AC Milan spart: Keine Luxusvillen mehr für Stars

 

AC Milan spart: Keine Luxusvillen mehr für Stars

Schluss mit Luxusvillen am Comer See oder mit riesigen Appartements im Herzen Mailands: Ronaldinho, David Beckham und ihre Kollegen werden künftig selbst die Mieten für ihre Villen zahlen oder nur noch die im Besitz des Vereins stehenden Wohnungen beziehen, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Mittwoch.

Berlusconis Tochter Marina Berlusconi, 43-jährige Präsidentin der Medienholding Fininvest, unter deren Kontrolle AC Milan steht, erklärte, dass in Zeiten der Krise die Ausgaben für die Spieler unerträglich hoch seien. "Fußballclubs können sich den Regeln einer guten Verwaltung nicht entziehen. Sie müssen Ausgaben und Einnahmen im Einklang halten und Verrücktheiten vermeiden. Ich hoffe, dass sich die finanzielle Lage bei AC Milan bald verbessert", meinte Marina Berlusconi.

Der 17-fache italienische Meister, der in den vergangenen elf Jahren nur einen Titel geholt hat, konnte im vergangenen Geschäftsjahr seine Verschuldung von 66,8 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro reduzieren und will die Entschuldung nun abschließen. Für die beiden kommenden Transferperioden im Sommer und Winter will Milan nach Angaben italienischer Medien nur ablösefreie Spieler verpflichten. Zudem überlegt der Verein, den Brasilianer Pato zu verkaufen, für den sich Chelsea und Real Madrid interessieren. Im vergangenen Sommer musste Berlusconi seinen Lieblingsspieler Kaka "opfern", um die Schulden einzudämmen.

Die Tifosi, die ohnehin schon wegen der enttäuschenden Leistungen der Mannschaft in der Meisterschaft und dem Ausschluss aus der Champions League verärgert sind, protestieren gegen die Sparpolitik des Vereins. "Silvio, gib für deinen Klub Geld aus", protestierten die Tifosi auf der sozialen Internet-Plattform Facebook. Fangruppen planen eine Demonstration vor Milans Hauptquartier, um Berlusconi zu bewegen, sich von seinem Club zu trennen. Innerhalb weniger Stunden schlossen sich der Facebook-Seite der protestierenden Milan-Gemeinschaft mehr als 3.000 Personen an. "Unter Berlusconis Führung ist Milan zur lächerlichsten Mannschaft Europas geworden", war auf der Facebook-Seite zu lesen.

Auf die Attacken reagierte Fininvest mit einer Presseaussendung. "Zwischen 2005 und 2009 hat AC Milan 237 Millionen Euro für den Erwerb neuer Spieler ausgegeben", hieß es. Fininvest dementierte Pläne, AC Milan zu verkaufen.

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