Alle verneigten sich vor Barcas Superstar Messi

 

Alle verneigten sich vor Barcas Superstar Messi

Vor einer Woche im Emirats Stadium zu London beim 2:2 im Viertelfinal-Hinspiel kaum in Erscheinung getreten, eliminierte Messi in seinem 42. CL-Match mit seinen Toren Nummer 22 bis 25 Arsenal quasi im Alleingang. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Superstar mit rechts oder links, mit Schusskraft oder Ballgefühl traf. Die 98.000 begeisterten Zuschauer im Camp Nou honorierten seine Show mit Standing Ovations, Messi-Sprechchören und "Wir-fahren-nach-Madrid"-Rufen.

Der nur 1,69 Meter große Wirbelwind war an diesem Abend wieder einmal der Größte, tanzte einen argentinischen Tango. Er hat Spaß am Fußball, der in dieser Form für die Zuschauer zum Genuss wird. Nach dem Schlusspfiff verneigten sich Freund und Feind verbal gleichermaßen für diese neuerliche Ausnahmeleistung eines großen Könners. "Er ist ein brillanter Spieler, er war fantastisch, großartig. Er ist der Beste der Welt", sagte der spanische Arsenal-Keeper Almunia fast ebenso anerkennend wie ehrfurchtsvoll.

Arsenal-Trainer Arsene Wenger brachte es auf den Punkt: "Messi kann den Unterschied ausmachen, zu jedem Zeitpunkt eines Spiels. Er nützt jede Unkonzentriertheit aus, wobei wir heute in der Defensive zu viele Fehler begangen haben. Sobald er den Ball hat, ist er nicht zu stoppen. Er ist bei weitem der beste Spieler der Welt. Barca ist aber mehr als Messi. Das ist eine außergewöhnliche Mannschaft mit außergewöhnlichen Spielern", befand der Elsässer, der die Katalanen in beiden Spielen besser sah.

Dabei hatte das Rückspiel ganz gut für die "Kanoniere" begonnen, die in der Anfangsphase mehr Ballkontakte als in der ersten Hälfte des ersten Spiels hatten, viel aggressiver zu Werke gingen und den Weg nach vorne suchten. Der Däne Nicklas Bendtner brachte die Gäste auch in Führung (18.), die aber keine drei Minuten hielt. Mit einem lupenreinen Hattrick bis zur Pause zerstörte Messi die aufkeimende Hoffnung der Londoner auf ein Wunder brutal.

"Wir haben schlecht begonnen, aber dann auf spektakuläre Art und Weise aufgehört. Ich bin sehr zufrieden und glücklich, aber wichtiger ist, dass Barcelona gewonnen hat", sagte der Matchwinner nach seinem außergewöhnlichen Auftritt, der Barca dem Endspiel am 22. Mai in Madrid, an der Heimstätte des Erzrivalen Real, einen Schritt näher brachte. "Messi war heute nicht zu stoppen, das war entscheidend. Er hat gezeigt, welch ein Star er ist", lobte Barca-Coach Josep Guardiola.

Die Vorstellung seines "Weltfußballer des Jahres" sei nicht zu beschreiben. "Es gibt keine Worte dafür, man muss ihn spielen sehen. Er ist ein großartiges Beispiel eines jungen Spielers, der nicht zu imitieren ist", sagte der Ex-Spieler über seinen Schützling, den Club-Präsident Joan Laporta als "unglaubliches Genie" bezeichnete. Auch wenn Messi und Co nach der Pause die Zügel in Hinblick auf den "El Clasico" am Samstag in Madrid schleifen ließen, am Ende freuten sich alle darüber, dass Barca zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren im Semifinale steht.

Dorthin hat es erstmals seit sieben Jahren wieder Inter, der kommende Gegner Barcelonas, geschafft. "Wir haben zum fünften Mal in Folge gewonnen, sind verdient ins Halbfinale einzogen, meine Mannschaft hat viel Selbstvertrauen. Ich kann nicht sagen, dass wir die Trophäe holen werden, aber sie besitzt die Qualität dazu", meinte Trainer Jose Mourinho nach dem frühen Siegestor durch einen Freistoß (6.) des immer besser in Form kommenden Wesley Sneijder. ZSKA-Torhüter Igor Akinfejew hatte bei dem Treffer nicht gut ausgesehen.

Esteban Cambiasso nannte den Schlüssel zum 1:0-Erfolg in Moskau: "Wir haben von der ersten Minute keinen Zweifel gelassen, dass wir ZSKA schlagen wollten." Er und seine Kollegen haben Appetit auf mehr bekommen. "Wir wollen den nächsten Schritt setzen. Wenn wir unsere Bestleistung abrufen, so wie wir es seit den K.o.-Spielen tun, können wir jeden schlagen", glaubt der Argentinier, und sein Chef fügte hinzu: "Wir haben zwei Träume - ins Finale kommen und dort siegen."

Der aktuelle italienische Meister hat in der Champions League, die es seit 1992/93 gibt, noch nie das Endspiel erreicht. Den Meistercup, den Vorgänger-Bewerb der "Königsklasse", gewannen die Nerazzurri zweimal (1964 in Wien und 1965 in Mailand). Zwei weitere Male scheiterten die Italiener erst im Finale an Celtic Glasgow (1967) und Ajax Amsterdam (1972). Während Inter träumt, zog ZSKA-Coach Leonid Slutskij unter den heurigen Europacup einen Schlussstrich: "Wir haben uns gut verkauft, sind nicht nur durch Glück ins Viertelfinale gekommen."

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