Auch Belgien hofft auf neues, junges Nationalteam

 

Auch Belgien hofft auf neues, junges Nationalteam

Nicht nur die Erwartungen sind vergleichbar - auch die Zustände der beiden Nationalteams sind ähnlich einzuordnen: Von den allerbesten Tagen ist man da wie dort weit entfernt, in der FIFA-Weltrangliste belegt man die Plätze 61 (Österreich) und 66 (Belgien). Allerdings ist man so wie in Österreich auch in Belgien mit dem Aufbau einer neuen, großteils jungen Nationalelf beschäftigt. Und die Qualifikation für die EM in Polen und der Ukraine soll die ersten Früchte der Arbeit bringen.

Dass die Zeit für neue Glanztaten bzw. zumindest fürs Verlassen des vierten Lostopfes reif ist, das glaubt auch Thomas Vermaelen, der als 24-jähriger Arsenal-Verteidiger einer der Anführer der neuen belgischen Generation ist. "Wir haben eine talentierte Mannschaft, deshalb sollten wir zuversichtlich sein. Wir sind reifer und ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, um jetzt auch Ergebnisse einzufahren und etwas zu erreichen."

Über die voraussichtlich schärfsten Rivalen meinte Vermaelen: "Über Deutschland weiß man ohnehin alles. Und die Türken sind ebenfalls sehr stark. Über Österreich habe ich gehört, dass sie vor allem im Nachwuchs sehr gute Ergebnisse erzielen."

Neben Vermaelen haben die Belgier einige weitere international bereits schon recht angesehene junge Fußballer in ihren Reihen, u.a. Vincent Kompany (23/Manchester City), Jan Vertonghen (22/Ajax Amsterdam), Eden Hazard (19/Lille), Marouane Fellaini (22/Everton/derzeit verletzt) oder Steven Defour (21/Standard Lüttich). Der Großteil dieser Spieler war 2008 in jenem Team dabei, das in Peking Rang vier im olympischen Turnier holte.

Routiniers wie Daniel van Buyten (32/Bayern München) oder Wesley Sonck (31/FC Brügge) sind rar geworden. "Belgien hat eine junge, talentierte Mannschaft. Viele Spieler stehen bei absoluten Top-Clubs unter Vertrag. Ich traue ihnen in der Qualifikation einiges zu", urteilte etwa der langjährige belgische Austria-Wien-Legionär Didier Dheedene, der sich die Duelle zwischen Österreich und Belgien unbedingt live im Stadion anschauen möchte. Die beiden Teams sieht auch er derzeit etwa auf Augenhöhe.

Der 24-jährige Tormann Logan Bailly von Mönchengladbach ist sich sicher, dass Belgien in der Gruppe mithalten kann. "Das ist eine schöne und starke Gruppe. Aber warum sollten wir nicht Erster werden?", so Bailly, der es auch mit Aserbaidschan und Kasachstan zu tun bekommen wird.

Unruhe herrscht derzeit rund ums belgische Team aufgrund der anhaltenden Gerüchte, wonach sich Nationaltrainer Dick Advocaat (Vertrag bis 2012) im Visier von Russlands Verbandspitze befinden soll. Die Russen suchen nämlich einen Nachfolger für Advocaats niederländischen Landsmann Guus Hiddink (jetzt türkischer Teamchef). "Es hat keinen Kontakt zwischen mir und dem russischen Verband gegeben", versicherte Advocaat, der am Montag so wie sein ÖFB-Kollege Dietmar Constantini bei der Terminkonferenz der Gruppe A in Frankfurt um den besten Spielplan feilschen wird.

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