Aufhauser beendete

 

Aufhauser beendete "Cup-Abo" der Wiener Austria

Die Veilchen blieben als vierter Oberhaus-Verein nach dem Kapfenberger SV, SV Mattersburg und Meister Salzburg auf der Strecke. "Der Sieg war okay", meinte der Torschütze so cool wie er getroffen hatte. Aufhauser entwickelt sich zu einem Austria-Schreck, nachdem er schon am 23. Mai 2004 im Salzburger Cup-Finale als violetter Spielverderber aufgetreten war. Damals hatte der Routinier in den Reihen des GAK in der Verlängerung (106.) den Ausgleich zum 3:3 erzielt und damit ein Elferschießen erzwungen, das die Grazer gegen die Wiener 5:4 gewannen.

Der Rekordcupsieger (27) hat davor (1) und danach (4) die Trophäe insgesamt fünfmal geholt und dabei keines seiner insgesamt 28 Partien in der regulären Spielzeit verloren. Der Favorit hatte seine Serie nach dem 2:3 am 19. März 2002 im Achtelfinale gegen seinen damaligen Kooperationspartner SC Untersiebenbrunn gestartet.

LASK-Trainer Helmut Kraft war über den neuerlichen Coup seiner Truppe natürlich erfreut, aber nicht überschwänglich: "Austria war optisch überlegen, wir hatten die besseren Chancen. Wir sind defensiv auf einem guten Weg, in Euphorie muss aber niemand ausbrechen."

Sein Kollege Karl Daxbacher war schwer enttäuscht und sprach von einer "miserablen Leistung" seiner Mannschaft, in der von hinten bis vorne nichts funktioniert habe. "Wenn wir schon spielerisch keine Mittel finden, dann muss ich es wenigstens über den Kampf probieren. Aber auch das hat gefehlt", sagte der Austria-Trainer.

Der Niederösterreicher vermied es aber, zu einem Rundumschlag auszuholen. Das bringe nichts, "wir haben schon am Sonntag wieder ein sehr wichtiges Spiel, in dem wir ganz anders auftreten müssen." Der 56-Jährige dachte da ans Derby gegen Rapid in Hütteldorf. Tatsache bleibt, dass die Cup-Chance dahin ist und sich der Rückstand in der Bundesliga-Tabelle auf den führenden Meister von drei auf sechs Punkte verdoppelt hat.

Seine Elf müsse sich nun selbst beim Schopf packen und aus dem Formtief ziehen. Am besten gleich am Sonntag im Derby in Hütteldorf. "Rapid hat ähnliche Probleme wie wir, es wird entscheidend sein, wer besser mit seinen Schwierigkeiten umgehen kann", sagte Daxbacher auch in Anbetracht dessen, dass die Favoritner nun nur mehr eine Chance (Liga) auf einen Startplatz im Europacup besitzen.

Musste im Duell zwischen dem LASK und dem FK Austria Wien zwangsläufig wieder einer aus dem Oberhaus ausscheiden, so schafften alle anderen drei, am Dienstag im Einsatz gewesenen Bundesligisten den Sprung ins Viertelfinale (Auslosung 14. März in ORF-TV-Sendung "Sport am Sonntag", Spieltermin 30./31. März). Am (heutigen) Mittwoch sollte Rekordmeister Rapid (auswärts gegen BW Linz) in die Runde der letzten acht einziehen. Dort seht schon seit 10. Februar Sturm Graz nach dem 2:0 daheim gegen Salzburg.

Ein nicht alltägliches Erfolgserlebnis, das erste seit 12. September (2:1 zu Hause gegen Austria Wien) feierte Liga-Schlusslicht Austria Kärnten mit dem harterkämpften 3:2 gegen Zweitliga-Aufsteiger Vienna. "Es ist ein unglaubliches Gefühl, wieder einmal zu gewinnen. Der Liebe Gott hat runtergeschaut, vielleicht schaut er nochmals auf uns", stammelte Klagenfurts Doppeltorschütze Markus Pink im Hinblick auf den praktisch aussichtslosen Abstiegskampf in der Liga.

FC Dornbirn, Träger der Roten Laterne der Erste Liga, musste sich daheim SV Ried durch zwei Tore von Jonathan 0:2 geschlagen geben. "Es war ein typisches Cupspiel, in dem wir uns das Leben selbst schwer gemacht haben, weil wir vor dem 1:0 fünf Chancen vergaben", resümierte SVR-Coach Paul Gludovatz. Matchwinner für SC Wr. Neustadt im Ländle gegen FC Lustenau war Mansur Kurtisi. "Wir sind auf einem guten Weg, spielen guten Fußball", sagte der dreifache Torschütze nach dem zweiten Sieg unter Trainer Peter Schöttel.

Eine böse Überraschung erlebte auch Wacker Innsbruck. Der Tabellenführer der Ersten Liga musste sich am Tivoli Austria Lustenau 0:1 geschlagen geben. Im Herbst hatten die Tiroler gegen die Lustenauer noch 5:0 (heim) und 2:2 (auswärts) gespielt. Schwer zu kämpfen hatte FC Admira gegen FC Gratkorn, nach torlosen 120 Minuten gaben sich die Steirer erst im Elferschießen 2:4 geschlagen.

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