Austria mit Fan-Maßnahmen

Austria mit Fan-Maßnahmen "zur Normalität zurück"

Im Heimspiel gegen Kapfenberg am Samstag (18.00 Uhr) wird sich zeigen, wie vor allem der harte Kern der Anhänger reagiert. "Wir haben in persönlichen Gesprächen gemerkt, dass die überwiegende Mehrheit hinter uns steht", meinte Vorstand Markus Kraetschmer anlässlich einer Fan-Diskussionsrunde am Mittwochabend. Neu ist, dass für die Besucher der "Ost" ab sofort Ausweispflicht herrscht.

Jeder Besucher, der vor den Heimspielen den nun mit Absperrgittern gesicherten Platz vor der Tribüne des harten Fan-Kerns betritt, muss ab sofort einen gültigen Lichtbildausweis mit sich führen. Karten für die Ost gibt es ausschließlich mit Ausweis, ab Sommer wird es darüber hinaus nur noch personalisierte Abos geben.

"Wir glauben, das eine oder andere Problem damit in den Griff zu bekommen", erklärte Kraetschmer. "Das sind Maßnahmen, um zur Normalität zurückzukehren." Der Ticket-Verkauf auf der Nord- und Südtribüne bleibt wie gehabt, auf der West gibt es abgesehen vom Gästesektor ab sofort keinen freien Verkauf mehr.

Nur neun Anhänger haben bisher das Angebot des Vereins genutzt, ihr Abo zurückzugeben. 15 weitere sind auf andere Tribünen ausgewichen. Für die Club-Führung ein Beweis dafür, dass die Fans hinter den Maßnahmen stehen. Abgerückt ist der Cupsieger aber von zwei ursprünglich geplanten Sanktionen. Die Mikroanlage bleibt weiter in Gebrauch, auch wurden keine Fan-Gruppen, sondern nur einzelne Personen ausgeschlossen. Aktuell hat die Austria 65 Stadionverbote verhängt.

Großes Thema ist im violetten Lager auch die Schließung des Fan-Zentrums und die Beendigung des laufenden Projekts. 200.000 Euro habe die Austria laut Kraetschmer in Auswärtsfahrten der Anhänger investiert. Nach den Vorfällen im Europa-League-Spiel gegen Bilbao und den voraussichtlich harten (finanziellen) Sanktionen vonseiten der UEFA - das Urteil fällt in erster Instanz am 18. Februar - habe die Club-Führung allerdings reagieren müssen.

"Wir haben gemerkt, dass wir nicht mehr zu den Zielen kommen, zu denen wir kommen wollten", sagte Kraetschmer. Während es im Frühjahr nun keine finanzielle Unterstützung gibt, sei im Sommer ein "Restart" geplant.

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