Barca zerschellte an Mourinhos Beton

 

Barca zerschellte an Mourinhos Beton

"Das ist die süßeste Niederlage meiner Karriere", erklärte ein emotional ungewohnt mitgenommen wirkender Mourinho nach der Kraftprobe im Camp Nou. "Ich habe die Champions League bereits gewonnen, aber heute Abend war das Gefühl noch besser, weil ich bis zur letzten Sekunde nicht sicher war, ob wir weiterkommen. Das ist ein Segen."

Italiens Gazetten feierten den 47-Jährigen euphorisch. Von einem "epischen Inter" und "heldenhaften Löwen von Mourinho" schwärmte die "Gazzetta dello Sport". Inters Präsident Massimo Moratti bezeichnete seinen Trainer als "wahres Phänomen". Rund 1.000 Anhänger empfingen ihre Mannschaft am Donnerstag am Flughafen und feierten ausgerechnet jenen Mann ausgelassen, der in der Vergangenheit wiederholt seine Abneigung zu Italiens Fußball geäußert hatte. Doch der Erfolg gab Taktikfuchs Mourinho auch in Barcelona Recht.

"Die Enttäuschung ist riesig. Im Semifinale kommt es auf winzige Details an. Vergangenes Jahr lief es zu unseren Gunsten, dieses Mal kam es anders", analysierte Barca-Coach Pep Guardiola die Partie. Er musste am Ende eingestehen, dass seine Torfabrik an ihre Grenze gestoßen war. "Ich weiß, wir sind Barca. Aber wenn neun Spieler den gegnerischen Strafraum verteidigen, ist es nicht leicht. Aber wir suchen keine Entschuldigungen. Glückwunsch an Inter."

Auch aus rot-weiß-roter Sicht darf man auf ein Finale mit doppelter österreichischer Beteiligung hoffen. Mit David Alaba bei den Bayern und Marko Arnautovic bei Inter - der Wiener saß in Barcelona auf der Bank - steht bei den beiden Finalisten jeweils ein ÖFB-Teamkicker im Kader.

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