Bullen-Coach schießt sich auf Stars ein Bullen-Coach schießt sich auf Stars ein

"Ich bin enttäuscht"

© GEPA

 

Bullen-Coach schießt sich auf Stars ein

Die Bullen unter Druck: Morgen muss in der Linzer Eishalle ein Sieg her, sonst schaut’s für den Vizemeister in dieser Finalserie ganz düster aus. Sky überträgt am Sonntag ab 18 Uhr live aus Linz. Knapp 4.000 Fans werden Salzburg einheizen. Die Eiszeit in Linz war noch nie zuvor so heiß wie jetzt. Die Keine-Sorgen-Arena platzt morgen aus allen Nähten.

Startrainer: „So was darf man sich nicht leisten“
Tiefe Sorgenfalten haben sich aber in das Gesicht von Pierre Page (61) gegraben. Der Startrainer war nach dem 2:3 völlig fertig. Vor laufenden TV-Kameras ging er auf die eigene Mannschaft los, rechnete eiskalt mit seinen Stars ab. Page: „Ohne Disziplin kann man nicht gewinnen. Das war gar nichts. Ich bin sehr enttäuscht. So etwas darf man sich nicht erlauben, wenn Play-off-Zeit ist!“

Bei einer Niederlage kann es für Page eng werden
Page weiß genau: Falls die Bullen nicht den Titel holen, wird’s auch für ihn eng. Peinlich: Das Budget von Salzburg ist mit knapp neun Millionen Euro fast dreimal so hoch wie der Etat der Black Wings – und dann so ein Ausrutscher!

Linz-Coach Kim Collins (48) sagt süffisant: „Bei den Bullen gibt es Spieler, die allein so viel kassieren wie bei uns alle zusammen.“ Doch Collins sieht die Wings jetzt nicht plötzlich in der Favoritenrolle: „Nein! Wir bleiben in der Finalserie weiterhin der große Außenseiter. Ich bin davon überzeugt, dass sich Salzburg am Sonntag in Linz anders präsentieren wird als beim ersten Duell. Die Bullen müssen erst den Rhythmus finden. Aber das kommt noch.“

Collins stammt wie Page aus Kanada. Doch während Page 13 NHL-Spielzeiten hinter der Bande stand und danach mit den Eisbären Berlin deutscher Meister wurde, arbeitete Collins in Klostersee, Deggendorf und Schwenningen. Und den Titel gewann er nur mit Biel in der Schweizer Nationalliga B ...

Collins will über seinen Landsmann triumphieren
Nun jedoch ist „KC“ drauf und dran, den großen Page zu schlagen. Und Collins könnte auch den Abgang des Salzburger Startrainers beschleunigen!

„Salzburg wird sich im zweiten Duell ganz anders präsentieren“

ÖSTERREICH: Viele sind sicher, dass die Black Wings nach dem Sieg in Salzburg den Titel holen – sehen Sie das auch so, Herr Collins?
Kim Collins: Nein. Wir bleiben der Außenseiter in dieser Finalserie.
ÖSTERREICH: Warum so vorsichtig, Kim?
Collins: Weil ich genau weiß, dass sich Salzburg am Sonntag in Linz ganz anders präsentieren wird. Die Bullen müssen erst den Rhythmus finden. Wir dürfen auf keinen Fall abheben und gleich nach dem ersten Duell von der Meisterschaft träumen. Es wäre ein Riesenfehler, die Bullen zu unterschätzen. Dort gibt’s Superstars, die so viel verdienen wie bei uns alle zusammen. Das sagt alles. Es ist noch ein sehr langer und steiniger Weg bis zum Titel.'
ÖSTERREICH: Trotzdem: Was spricht jetzt für die Black Wings?
Collins: Unsere Moral, unsere Einstellung, unser Herz. Wir haben einen Lauf. Wenn wir die gleiche Leidenschaft zeigen wie in Salzburg, gewinnen wir auch am Sonntag in Linz.
ÖSTERREICH: Gibt’s eine spezielle Vorbereitung?
Collins: Ja, ich sitze den ganzen Tag vor meinem Computer, analysiere das erste Match, schaue mir noch ein paar DVDs von Salzburg an. Taktisch muss ich mir noch einiges einfallen lassen ...
ÖSTERREICH: Wirklich? Sie haben doch Alex Westlund im Tor – und der hält alles, oder?
Collins: Westlund ist in Überform, das stimmt. So einen Keeper haben die Bullen nicht – aber allein kann Alex das Spiel nicht gewinnen.

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