Bulls nach Overtime gegen Oberwart im Cup-Finale

Oberwart hatte vor knapp 2.000 Zuschauern gegen Kapfenberg bereits mehrfach wie der sichere Sieger ausgesehen, leistete sich aber Ende der regulären Spielzeit einen klassischen Selbstfaller. "Wir haben das Spiel zweimal selbst hergeschenkt", ärgerte sich Trainer Pit Stahl. Erst verabsäumte es seine Mannschaft, bei drei Punkten Vorsprung 17 Sekunden vor Schluss zu foulen, ermöglichte es damit Michael Schachtner per Dreipunkter zum 58:58 auszugleichen.

Tragischer Mann des Abends war aber dann Gunners-Neuzugang David Grbesic. Der 30-jährige Kroate, der erst unter der Woche als Ersatz für den verletzten Samo Grum verpflichtet worden war, überzeugte mit 20 Punkten und neun Rebounds. Nach seinem Korb zum 60:58 ermöglichte er es Kevin Nelson allerdings mit einem unüberlegten Foul 1,4 Sekunden vor Schluss, mit zwei Freiwürfen auszugleichen.

In der Verlängerung fanden die Kapfenberger dann ihre Treffsicherheit aus der Distanz. Samuel Knabl und Topscorer Nelson (24 Zähler) erzielten in den fünf Extra-Minuten jeweils acht Punkte. Die Steirer zogen damit zum fünften Mal ins Endspiel ein. Ihren einzigen Cup-Titel hatten sie 2007 ebenfalls in Oberwart geholt. "Unser Sieg war etwas glücklich. In der Overtime war Oberwart gebrochen", meinte Bulls-Coach Michael Schrittwieser.

Der "Heimfluch" im Cup geht damit weiter. Seit St. Pölten 1996 hat kein Team mehr in eigener Halle die Trophäe gewonnen.

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