Große Halle der Vienna Caps kommt erst 2011

Die Capitals planen in Kagran ein 40-Millionen-Euro teures Eissportzentrum mit drei Eisflächen und der großen Halle, die aus der alten Albert-Schultz-Halle hervorgehen wird, als Herzstück. Aber "die Halle eins wird es in der kommenden Saison nicht geben. Das Risiko, sie fertig zu bekommen und dass wir zu Meisterschaftsbeginn nicht hätten spielen können, ist zu groß", so Schmid. Vor allem die Sicherheitsauflagen, aber auch technische Bereiche, hätten zu Verzögerungen geführt.

Eine Fertigstellung in der Ligapause heuer wäre nur möglich gewesen, wenn in mehreren Schichten und auch am Wochenende gearbeitet worden wäre. Zudem hätte es laut Schmid eine Kostenexplosion gegeben. Denn von der alten Halle muss das Dach abgehoben werden und die alte Halle mit dem neuen Teil verbunden werden.

"Die Fertigstellung der gesamten Anlage wird es im Sommer 2011 geben", betonte der Caps-Boss, dass aufgeschoben und nicht aufgehoben wurde. Vorgezogen wird nun die Halle 3, die den Eishockey-Cracks und Nachwuchsspielern im Laufe der nächsten Saison eine zusätzliche Eisfläche und damit Trainingsmöglichkeit bringen wird.

Sportlich läuft beim Club, der im Liga-Halbfinale ausgeschieden ist, dagegen alles nach Plan. Die Caps werden von zuletzt 15 auf maximal zehn Legionäre während der gesamten Saison reduzieren und die Meisterschaft voraussichtlich mit weniger Legionären beginnen. Damit einher geht eine Verjüngung der Mannschaft. Capitän Darcy Werenka (bald 37), Pat Lebeau (40) und Sean Selmser (35) werden nicht verlängert, auch Torhüter Frederic Cassivi wird Wien verlassen. Derzeit haben die Capitals daher elf Spieler unter Vertrag, fix neu ist vorerst nur KAC-Leihgabe Silvio Jakobitsch. Peter Casparsson, Dan Björnlie, Francois Bouchard, Philippe Lakos, Benoit Gratton und die Rodman-Brüder bleiben, an einer Verlängerung von Rafael Rotter sind die Wiener interessiert.

Die Capitals wollen zudem künftig mit fünf Linien trainieren und mit einem Farmteam spielen. Mit Trainer Kevin Gaudet wurde für die nächste Saison schriftlich vereinbart, dass er mit vier Linien zu spielen hat und auch einen jungen, österreichischen Zweier-Torhüter zumindest für zehn Spiele einzusetzen hat. Ähnliche Vorgaben hatte der Kanadier auch in der Vorsaison, hielt sie aber nicht bis zum Schluss ein.

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