Kärnten im Keller-Derby um letzten Funken Hoffnung

 

Kärnten im Keller-Derby um letzten Funken Hoffnung

Setzt es auch in diesem Keller-Derby eine Niederlage, dann wächst der Rückstand auf schier uneinholbare 15 Punkte an. Um die praktisch wohl letzte Mini-Chance zu wahren, treten die Klagenfurter die Flucht nach vorne an. Trainer Joze Prelogar kündigte im Vorfeld an, erstmals im Frühjahr mit Pink und Aleksic zwei Stürmer aufbieten zu wollen. "Und wenn es sein muss, werden wir auch einen dritten oder sogar vierten Stürmer aufbieten", sagte der Slowene. Der zuletzt gesperrt gewesene Angreifer Hierländer soll aus dem Mittelfeld kommen.

Nach den sieben Abgängen im Winter sowie den zwei Niederlagen mit zwei Ausschlüssen und zwei Schwerverletzten (Mair mit Kreuzbandriss, Blanchard mit Knöchelbruch) sowie drei Gesperrten (Dollinger, Kaufmann, Pucker) stellt der Prügelknabe das letzte Aufgebot. "Es wird schwierig, die Vorzeichen stehen nicht besonders gut, doch ans Aufgeben denkt niemand", meinte der verletzte Wolfgang Mair, der am Dienstag in Innsbruck operiert wird.

Der kleine Stürmer, dessen Vertrag im Mai ausläuft und der bis August ausfällt, muss seinen Kollegen daheim in Tirol die Daumen drücken. "Gewinnen lautet unsere Devise - egal, wie viel Zuschauer ins Stadion kommen und egal, ob mit zwei oder fünf Angreifern. Wir müssen uns als Team präsentieren und kämpfen", sagte Mair und hoffte nach zuletzt vier sieglosen Duellen (0-1-3) mit den Kapfenbergern auf den ersten Dreier.

Der jüngste Vergleich am 24. Oktober in Klagenfurt brachte ein 1:1. Aktuell sind die Kärntner 14 Runden in Serie sieglos (0-3-11), in den jüngsten 31 Liga-Partien gelang ihnen überhaupt nur ein einziger voller Erfolg (1-5-25). Dieser, der einzige in der laufenden Saison, datiert vom 12. September 2009 mit dem 2:1 vor eigenem Publikum gegen den Wiener Namensvetter.

"Ich habe der Mannschaft empfohlen zu gewinnen, dann werden wir uns auch wirtschaftlich leichter tun. Wenn sportlich keiner mehr daran glaubt, man hat immer eine Chance. Der Trainerstab hat mir gegenüber vermittelt, dass er wildentschlossen ist, das Maximum zu erreichen", erklärt Vereinspräsident Mario Canori der APA und wies auf die guten Leistungen seiner Elf in in den jeweils ersten Spielhälften gegen Sturm Graz und Austria Wien hin.

Von einem Schicksalsspiel will man am Wörthersee nichts hören. "Wir haben schon seit der zehnten Runde solche Partien. Aber gegen den direkten Rivalen geht es wahrscheinlich um die letzte Chance. Wir wollen dann in der nächsten Runde daheim gegen Mattersburg auch drei Zähler und danach beim LASK ein drittes Mal punkten", rechnete Prelogars Co-Trainer Roman Stary vor, wie man vielleicht doch noch die Kurve kratzen könnte.

Die "Falken" reisten zuversichtlich zum Nachzügler-Duell an den Wörthersee. Drei erzielte Tore in Wien gegen Cupsieger Austria (3:4) und das 1:1 zuletzt gegen SV Ried gaben Selbstvertrauen. "Mit den nicht so leicht aufzuholenden zwölf Punkten im Gepäck fahren wir beruhigt nach Kärnten. Für uns ist dort auf jeden Fall zumindest ein X drinnen", glaubt Mittelfeldspieler Markus Felfernig und der serbische Stürmer Srdjan Pavlov, der in zwei Partien dreimal traf, posaunte: "Ich will wieder jubeln, aber wichtiger ist, dass wir gewinnen oder nicht verlieren."

Trainer Werner Gregoritsch hat in Klagenfurt die gesperrten Abwehrleute Fukal und Gansterer wieder zur Verfügung, Heinz muss hingegen wie der erkrankte Majstorovic pausieren. Er bereitet seine Truppe wie auf jedes ander Spiel vor. "Wir schauen nicht auf den Abstand und auch nur von Spiel zu Spiel. Unser Ziel ist Klagenfurt lautet: nicht verlieren", sagte Gregoritsch. Seine Schützlinge, die "so giftig wie gegen die Austria" sein müssen und bis zum Saison "so viel Punkte wie möglich sammeln" sollen, sind seit 28. November (3:1 daheim gegen SC Wr. Neustadt) und vier Runden (0-2-2) sieglos. Den einzigen Auswärtserfolg in dieser Saison feierten sie ebenfalls gegen den Aufsteiger und zwar mit 3:2 am 12. September.

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