ÖFB-Teamspieler nach Dänemark-Sieg erleichtert

 

ÖFB-Teamspieler nach Dänemark-Sieg erleichtert

"Paul Scharner hat mir gut gefallen. Wir sind jetzt wieder gut miteinander", meinte Teamchef Dietmar Constantini, der dem Wigan-Legionär die Schleife abgenommen und an Marc Janko weitergereicht hatte. Scharner hatte sich danach über die Art und Weise seiner Degradierung beschwert, war seinem Nachfolger aber nicht mehr böse. "Marc und ich haben gesagt, wir sind wieder Freunde."

Auch Janko betonte die gute Beziehung zu Scharner. "Ich verstehe mich mit ihm sehr gut, jetzt sind wir noch bessere Freunde. Er gönnt mir das auch sehr", behauptete der Salzburg-Goalgetter. Einmal mehr war der Niederösterreicher bemüht, die Bedeutung seines neuen Amts zu relativieren. "Das einzige, was sich geändert hat, war, dass ich vor dem Spiel mehr Interviews geben musste."

Angesichts des erfolgreichen Einstandes fiel das Frage-Antwort-Spiel mit den Journalisten umso leichter. "Der Sieg war sehr wichtig. Wir haben defensiv eine sehr kompakte Leistung geboten, gut verschoben und die Räume eng gemacht. Man merkt, dass die Mannschaft zusammenwächst. Im Vergleich zum Spanien-Match, wo wir 70 Minuten lang gegen das beste Nationalteam der Welt gespielt haben, war das ein Schritt nach vorne."

Seine vergebene Großchance hat der 26-Jährige locker verschmerzt. "Geärgert hätte ich mich nur dann, wenn wir noch den Ausgleich bekommen hätten." Für Janko sprangen mit Franz Schiemer und Roman Wallner zwei seiner Clubkollegen als Torschützen in die Bresche. "Man darf diesen Sieg aber auch nicht überbewerten. Die Dänen haben einen guten Namen und sich für die WM qualifiziert, doch sie haben nicht in Bestbesetzung gespielt", gab Wallner zu bedenken.

Durch den Erfolg über den Europameister von 1992 könne man gelassener an der bevorstehenden Aufgaben herangehen. "Der Sieg war fürs Selbstvertrauen wichtig. Jetzt kehrt wieder Ruhe ein", sagte Wallner. Ähnlich äußerte sich Schiemer: "In dieser Marschrichtung kann es weitergehen. Man hat wieder einen leichten Schritt nach vorne gesehen."

Der Defensivspieler stellte einmal mehr seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis, schließlich hatte er unter anderem schon beim 1:1 des ÖFB-Teams in Rumänien und in zwei Europa-League-Partien der Salzburger getroffen. "Ein kopfballstarker Spieler wie ich muss schauen, bei jeder Standard-Situation ein Tor zu erzielen", meinte Schiemer.

Der Oberösterreicher kam erstmals im Nationalteam im zentralen defensiven Mittelfeld zum Einsatz, während er diese Position bei Salzburg schon des öfteren eingenommen hatte. "Am Anfang war das nicht leicht für mich, aber ich finde immer besser hinein. Mir taugt es, denn da kann ich mehr Akzente im Spiel nach vorne setzen."

Im Hinblick auf die im September mit dem Heimspiel gegen Kasachstan beginnende EM-Qualifikation sammelte Schiemer als defensiver Mittelfeldspieler ebenso Pluspunkte wie Debütant Ekrem Dag auf der rechten Abwehrseite oder Veli Kavlak am linken Flügel. Noch gänzlich unbeantwortet ist hingegen die Frage nach dem Stamm-Goalie. "Die Nummer eins können wir jetzt noch nicht festlegen", erklärte Constantini.

Der Teamchef setzte diesmal etwas überraschend Christian Gratzei ein, der nun auf mehr ÖFB-Auftritte hofft. "Meine Ambitionen sind riesengroß. Man spielt Fußball, um das Maximum zu erreichen. Ich möchte im Team über einen längeren Zeitraum die Nummer eins sein", sagte der Tormann von Sturm Graz.

Dieser Wunsch wird allerdings nicht in Erfüllung gehen. Constantini kündigte bereits an, dass im nächsten Testspiel am 19. Mai in Klagenfurt gegen Kroatien wieder Helge Payer im Tor stehen wird. Auch der im Moment verletzte Jürgen Macho darf noch mit Einsätzen in der EM-Qualifikation spekulieren.

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