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Prohaska: "Spannendste Erste Liga seit langem"

"Ich gehe nicht davon aus, dass sich einer aus diesem Quartett entscheidend absetzen wird", sagte Österreichs "Jahrhundert-Fußballer", der aber aufgrund namhafter Wintertransfers (Jezek, Krammer etc.) die Südstädter als seinen Titelfavoriten sieht. Sie seien von den Spielernamen her schon jetzt ein Team für die höchste Profi-Liga, glaubt der frühere ÖFB-Teamspieler und -Teamchef vor dem Schlager am Samstag (15.15 Uhr/live Sky Austria) zu Hause gegen Wacker.

Prohaska gesteht den "Drei aus dem Westen" aber einen anderen Pluspunkt zu. "Wacker, Lustenau und Altach haben mit ihren Zuschauern im Rücken einen echten Heimvorteil, den Admira nicht hat", sagte der 55-Jährige. Während im Schnitt nur 1.060 Besucher die Mannen von Trainer Walter Schachner im Herbst in der Südstadt anfeuerten, wurden die drei Co-Favoriten daheim von durchschnittlich jeweils über 4.000 Zuschauern unterstützt.

Auf die Abstiegsfrage wollte der 54-jährige Mentor hingegen nur ungern antworten. Er wünsche niemandem etwas Schlechtes, aber für Schlusslicht FC Dornbirn sei die Situation aufgrund des verpatzten Nachtragsspiels (am Freitag 0:1 daheim gegen Salzburg Juniors) und des Punkterückstandes recht schwierig. Ebenfalls eng dürfte es für die zwei anderen Aufsteiger TSV Hartberg und Vienna sowie auch den FC Lustenau werden.

Weil ab der Saison 2010/11 aus der Zwölfer- wieder eine Zehnerliga wird, müssen sich auch die Amateure aus Salzburg und von Austria Wien in die Regionalligen verabschieden. Neben diesem Duo muss nach den 15 Runden im Frühjahr der am schlechtesten platzierte Verein ebenfalls in den Keller, der zweitschlechteste spielt Anfang Juni gegen den Westliga-Meister Relegation.

Dank der großen Drei aus dem Westen, der vielen Vorarlberg-Derbys und des Spannung versprechenden Titelkampfes sollte der Zuschauer-Anstieg auch im Frühjahr anhalten. Zu den 108 Spielen im Herbst kamen insgesamt 195.701 Zuschauer (Schnitt 1.812), was gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008/09 einer Zunahme von 21,5 Prozent entsprach. Darüber freute sich auch der im Sommer aussteigende Bewerbsponsor ADEG, der einen Werbewert von 4,987 Mio. Euro (plus 8 Prozent) erzielte.

Erfreulich ist auch die Entwicklung und Förderung junger heimische Spieler. Von den im Herbst in den 18 Runden aufgebotenen 246 Spielern waren 207 oder 84,2 Prozent Österreicher. Die Einsatzquote der U21-Spieler lag bei 21,6, jene der U23-Akteure sogar bei 37,6 Prozent. Aufgrund der Devise "Heute für Morgen" müssen mindestens vier Spieler auf dem Spielbericht stehen, die nach dem 1.1.1988 geboren sind, einer davon muss in der Startelf stehen, und dürfen nicht mehr als drei Legionäre eingesetzt werden.

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