Rapid gegen Salzburg um Wiedergutmachung

 

Rapid gegen Salzburg um Wiedergutmachung

Peter Pacult sieht dem Duell mit dem Meister optimistisch entgegen, obwohl in den ersten beiden Frühjahrspartien nur ein Punkt herausschaute und Platz eins an die Mozartstädter verloren ging. "Die Saison dauert noch lange, dadurch kann man das eine oder andere Spiel korrigieren. Und damit wollen wir am Sonntag beginnen", erklärte der 50-Jährige vor dem ersten Auftritt der Grün-Weißen vor eigenem Publikum in diesem Jahr. "Es ist wichtig für die Spieler und das ganze Umfeld, dass wir wieder ein Heimspiel haben. Jetzt müssen wir mit der dementsprechenden Begeisterung an die Sache herangehen."

Den misslungenen Frühjahrsauftakt führte Pacult auch auf Verletzungssorgen in der Vorbereitung zurück - so konnten etwa Nikica Jelavic, Helge Payer, Branko Boskovic, Jürgen Patocka oder Markus Heikkinen das Training zumindest nicht zur Gänze mitmachen. "Vielleicht habe ich gewisse Probleme im Vorfeld nicht deutlich genug angesprochen. Viele waren verletzt oder krank, das habe ich ein bisschen unterschätzt und heruntergespielt", gab der Trainer zu.

Mittlerweile hat Pacult aber wieder alle Leistungsträger an Bord. "Ich weiß genau, wenn die Spieler wieder in Form kommen, hat alles ein anderes Gesicht", meinte der Wiener, der schon beim 2:2 gegen Wiener Neustadt eine Steigerung im Vergleich zum 2:4 gegen den LASK ausgemacht hat. "Und jetzt müssen wir den nächsten Schritt vorwärts machen."

Mit welcher taktischen Formation dies gelingen soll, ließ Pacult offen. Eine Variante mit einer Solo-Spitze ist für den Coach eine Überlegung wert, diese Rolle würde gegen das starke Salzburger Innenverteidiger-Duo Sekagya/Afolabi wohl der erst kürzlich von einer Nackenoperation genesene Jelavic übernehmen. "Gartler traue ich das nicht zu", so Pacult.

Ansonsten hüllte sich der Wiener über die eigene Formation großteils in Schweigen, jene des Gegners erwartet er mit zwei Stürmern. Welche Auswirkungen das Europacup-Out auf die Salzburger haben könnte, wollte der Rapid-Trainer nicht beurteilen. "Aber das Ausscheiden ist sicher enttäuschend für sie und auch schade für den österreichischen Fußball."

Unterdessen analysierte Huub Stevens Freitag früh mit seinem Team das Europacup-Aus gegen Standard Lüttich und hofft, dass seine seit zehn Liga-Partien ungeschlagene Truppe bereit für den nächsten Schlager ist. "Die Mannschaft muss mit dem Ausscheiden umgehen, zur Ruhe kommen und positiv nach vorne schauen." Für den Niederländer ist entscheidend, dass die richtigen Lehren gezogen werden. "Ich hoffe, dass die Spieler gelernt haben, mit einem bestimmten Druck umzugehen."

Das Lüttich-Match lasse keine Rückschlüsse auf die Partie im ausverkauften Hanappi-Stadion zu. "Gegen Lüttich hat die Qualität gefehlt, aber das war nur eine Momentaufnahme. Die Spieler können die Qualität am Sonntag sicher abrufen." Ob dies mit einem (Marc Janko) oder zwei Stürmern (Janko/Roman Wallner) passieren wird, ließ Stevens traditionell offen. Einiges spricht jedoch fürs laut Stevens keinerlei defensivere 4-1-4-1-System, denn beim 4-4-2 müssten die Flügelspieler "für eine gute Balance sorgen, und das sind sie noch nicht so gewohnt".

Auch die Frage, ob er für Steffen Hofmann einen Spezialbewacher abstellen will, ließ Stevens unbeantwortet. Das Ziel für Sonntag sei "ein gutes Ergebnis". "Aber auch eine Niederlage wäre kein Beinbruch, wenn die Leistung stimmt", so Stevens, der in keinem Fall eine Vorentscheidung im Titelkampf erwartet. "Es sind noch so viele Runden zu spielen." Janko warnte Rapid davor, die im Europacup gescheiterten Salzburger auf die leichte Schulter zu nehmen. "Rapid hofft sicher, dass wir mental angeschlagen sind. Aber da werden sie auf Granit stoßen."

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