Rapid kämpft in Kapfenberg um ersten Frühjahrssieg

 

Rapid kämpft in Kapfenberg um ersten Frühjahrssieg

"Keine Frage, jetzt ist ein Erfolgserlebnis gefragt", meinte Trainer Peter Pacult, der aber "nicht mehr Druck als vor anderen Spielen" verspürt. In der aktuellen Situation müsse sich seine Mannschaft, die nur einen Punkt aus den jüngsten vier Auswärtsspielen einfuhr, altbekannter Rapid-Tugenden besinnen. "Wir müssen mehr Willen zeigen. Nur spielerisch durchzusetzen, das geht im Moment nicht. Jetzt ist mehr der Kampf gefragt, dort müssen wir ansetzen", erklärte der Wiener und hofft auf die Rückkehr des Spielglücks. "Wenn Soma gegen die Salzburger das Tor macht, sind wir jetzt Tabellenführer und nicht sechs Punkte hinten."

Wohl nicht ausschließlich auf Pech zurückzuführen ist die Tatsache, dass Rapid in den drei Partien 2010 schon 7 Tore bekommen hat, während es in den 19 vorangegangenen Spielen gerade einmal 18 Gegentreffer gewesen waren. Nur auf eine schlechte Abwehrleistung sei dies aber nicht zurückzuführen. "Wir haben im Herbst vorne nicht so schnell den Ball verloren, deswegen war die Defensive auch nicht so unter Druck. Das Gesamtpaket muss besser werden", forderte Pacult.

Immerhin kann der 50-Jährige personell fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich hinter dem Einsatz von Veli Kavlak steht noch ein Fragezeichen, der ÖFB-Teamspieler wird wieder von Beschwerden im Gesäßbereich geplagt. Nikica Jelavic ist hingegen trotz seiner Nasenoperation verfügbar und wird mit einer Gesichtsmaske einlaufen. Für den Posten des zweiten Stürmers kommen Hamdi Salihi, Christopher Trimmel oder Rene Gartler infrage.

Mit Letzterem war Pacult gegen Salzburg nicht zufrieden. "Er muss sich daran gewöhnen, dass das Einfache im Fußball mehr zählt, als einen Gegner zweimal zu überspielen und dann den Ball zu verlieren. Seine Leistungen müssen konstanter werden, er ist mit fast 25 ja auch kein junger Spieler mehr", sagte der Betreuer und betonte: "Ich will ihn nicht einschränken, ich will ihm helfen."

Pacults Mannschaft hat im Franz-Fekete-Stadion eine stolze Serie zu verteidigen. In den drei Partien seit dem Wiederaufstieg der Obersteirer gab es dort drei Rapid-Siege ohne Gegentor, der jüngste Heimsieg der "Falken" gegen den Rekordmeister im Oberhaus datiert vom September 1956 (4:3). "Aber die Kapfenberger haben durch ihren Sieg in Kärnten den Vorteil, nicht mehr zurückschauen zu müssen", warnte der Rapid-Coach.

Sein Widerpart Werner Gregoritsch spekuliert mit möglichen Nachwirkungen des verlängerten "Winterschlafs" bei den Rapidlern. "Ich bin überzeugt, dass so ein Fehlstart Spuren hinterlässt. Sie haben derzeit sicher nicht diese Selbstsicherheit wie früher gegen uns. Aber sie wissen natürlich auch, dass sie gegen uns die Wende schaffen können", vermutete der Steirer, dessen Elf bisher ein verlässlicher Punktelieferant für Grün-Weiß war.

"Unsere größte Motivation besteht darin, dass Rapid die einzige Mannschaft ist, gegen die wir seit dem Aufstieg noch keinen Punkt gemacht haben. Diesen letzten schwarzen Punkt wollen wir entfernen", meinte der Trainer des Tabellen-Achten, der mit 15 Punkten Vorsprung auf Austria Kärnten wohl alle Abstiegssorgen los ist.

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