Ried will gegen Mattersburg aus Flaute raus

 

Ried will gegen Mattersburg aus Flaute raus

Für Gludovatz kommt die Flaute nicht ohne Grund. "Wir haben ja keine Blutauffrischung gehabt", sagte der Burgenländer, der im Winter keinerlei Neuzugänge begrüßen konnte, sich aber zu diesem "schwierigen Weg" bekennt. Aufgrund der Ausfälle seiner Sturmspitzen Nacho und Atdhe Nuhiu, der aufgrund einer Rippenprellung nur unter großen Schmerzen spielen könnte, muss gegen Mattersburg wieder der Spanier Jonathan ran, der im Cup am Dienstag zwei Tore gegen den FC Dornbirn erzielte. Von ihm erwartet sich Gludovatz freilich keine Wunder: "Wir haben gegen einen schwächeren Gegner viele Torchancen gehabt und trotzdem nur zweimal getroffen."

Neben Nacho und Nuhiu fehlen Gludovatz nach wie vor Abwehrchef Oliver Glasner, Peter Hackmair und Marcel Ziegl. Dass Mattersburg sein Team in der Tabelle bereits hinter sich gelassen hat, sei hingegen "nicht ärgerlich. Mattersburg spielt jetzt lockerer und hat junge Spieler eingebaut", sagte Gludovatz, der freilich noch immer das Maximalziel anstrebt: "Wir haben noch zu viele Spiele, um Platz fünf schon jetzt aus den Augen zu verlieren."

Der erste Rang hinter den "großen Vier" Salzburg, Rapid, Austria Wien und Sturm, ist auch für Mattersburg-Trainer Franz Lederer der Fluchtpunkt aller Sehnsüchte. "Vor der Saison hätten wir uns das nicht zu sagen getraut, jetzt aber ist es das erklärte Ziel", sagte der aktuell längstdienende Trainer in der Bundesliga. Das sei nicht zuletzt aufgrund der Jungspunde im Team wichtig. "Wir wollen die Jungen weiterentwickeln, die brauchen ein Ziel", sagte Lederer, der im Frühjahr Spielern wie Patrick Farkas oder Dominik Doleschal viel Spielzeit verschaffte.

"Wir haben in Kärnten (4:2-Sieg, Anm.) am vergangenen Samstag die jüngste Mattersburg-Mannschaft in der Bundesliga am Platz gehabt", sagte Lederer nicht ohne Stolz. Trotz einer schwachen ersten Hälfte hatte man den Gegner schließlich gut im Griff. "Daraus wollen wir lernen und in Ried den nächsten Schritt zur Weiterentwicklung setzen", sagte Lederer, der auch für das Spiel in Ried "keine großen Veränderungen" ankündigte.

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