Zinglersen ist Prokops Trainer-Favorit

Und so werden schon jetzt die Weichen gestellt, um an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen und einen weiteren Anlauf zum neunten Triumph in der Königsklasse, den ersten seit 2000, zu unternehmen. "Das Budget ist gesichert, es ist so hoch wie heuer. Aber wir bemühen uns derzeit, zusätzliches Geld von Sponsoren aufzustellen, um einen neuen Trainer und drei hochwertige neue Spielerinnen zu verpflichten", sagte Prokop.

Favorit auf die Nachfolge von Feri Kovacs ist mit Ryan Zinglersen ein in der Südstadt alter Bekannter. "Er ist mein Favorit", verriet Prokop über den Dänen, der Hypo schon von Sommer 2005 bis Frühjahr 2007 trainiert hatte. Zuerst müsse er aber eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen, sonst brauche er nicht so einen teuren Trainer. Gedacht ist an einen linken Flügel, eine starke Werferin und eine zweite Kreisläuferin.

Wenn zusätzliche Sponsoren gewonnen werden, sollten die Verpflichtungen machbar sein. "Weil die Vereine überall die Krise spüren, sind qualitativ gute Spielerinnen für normales Geld zu haben", glaubt Prokop, der an der punktuellen Verstärkung seines Kaders auf Hochdruck bastelt. Vom aktuellen Aufgebot haben mit Ausnahme von Erika Kirsner, die ihre Karriere beendet und ein Baby erwartet, und Idalina Borges Mesquita, die nach Brasilien zurückkehrt, alle noch gültige Verträge.

Prokops Erfolgshunger ist noch immer nicht gestillt, der 69-Jährige schränkte aber etwas ein: "Wenn es mir gelingt, eine neue Mannschaft auf die Beine zu stellen, bin ich weiterhin mit großer Freude dabei. Ich will immer gewinnen. Wenn es nicht gelingt, dann muss ich mir aber überlegen, ob es mich noch freut." Karin Prokop glaubt, dass ihr Vater, solange er Spaß habe, sicher weitermachen werde. "Selber täglich in der Halle zu stehen und das Training zu leiten, ist ihm zu viel."

Sowohl seine Nachfolgerin als auch der Papa glauben nicht, dass die Attacke gegen eine Spielerin im Match gegen Metz HB und die danach folgenden Sperren und Geldstrafen die Mannschaft negativ beeinflusst hätten. Für den Einbruch gebe es laut Karin Prokop viele Gründe. "Nach dem Sieg zum Auftakt in Viborg ist durch Wankelmütigkeit in den Köpfen der Spielerin das Formtief gekommen", sagt die Ex-Spielerin. Die Neuen bräuchten einfach noch Zeit.

"Marion Limal ist erst 21 Jahre, ein ungeschliffener Diamant mit viel Potenzial", sagt Gunnar Prokop, der für das Scheitern im laufenden Europacup auch die viel zu kurze Bank anführt. Seine Tochter ist überzeugt, dass "Hypo neu 2010/11" zumindest nächstes Jahr wieder im Endspiel stehen werde. Zurück zur Gegenwart: Für den diesmal verhinderten Interimstrainer wird Jugend-Coach Martin Matuschkowitz coachen. Mit einem Erfolg über die Russinnen, der 10.000 Euro an Prämien bringt, wird der dritte Tabellenplatz im Pool 2 angestrebt.

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