Österreich unterstützt Kosovo bei Berufsbildung

Bildung als Grundstein

Österreich unterstützt Kosovo bei Berufsbildung

„Es ist besser, man bringt etwas zurück in seine Heimat und macht aus seinem Land ein besseres“, davon ist der 16-jährige Flandrit überzeugt. Deshalb möchte er zwar im Ausland studieren, aber auf jeden Fall in den Kosovo zurückkehren. Gute Voraussetzungen dafür scheint er zu haben: Er besucht eine jener berufsbildenden Schulen in Prishtina, die gerade dabei sind, ihre Schülerinnen und Schüler besser auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten: die Landwirtschaftsschule „Abdyl Frasheri“.

Flandrit möchte im Ausland studieren, aber dann in den Kosovo zurückkehren. © sales
Flandrid möchte im Ausland studieren, aber dann in den Kosovo zurückkehren.

Praktische Ausbildung

Die Schule verfügt über ein Labor für Lebensmitteltechnologie, über Glashäuser und Räume zur Verarbeitung von Obst und Gemüse. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier also auch, wie sie die Theorie in die Praxis umsetzen. „Das ist besonders wichtig, weil eine Analyse des kosovarischen Arbeitsmarktes klar aufgezeigt hat, dass die hohe Arbeitslosigkeit im Land von fast 30 Prozent einem Fachkräftemangel gegenübersteht“, erklärt Beke Musa, der Direktor der Schule. Das Projekt, das Direktor Musa hilft, wird von der Europäischen Union und der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Landesweit die Bildung verbessern

Aber nicht nur der Lehrplan und die Ausstattung von ein paar Schulen werden – in Abstimmung mit dem Lehrpersonal – verbessert, ganze Ausbildungsprogramme von berufsbildenden Schulen und von Hochschulen werden an die Anforderungen des Arbeitsmarkts angepasst. Dabei kooperiert die ADA eng mit kosovarischen Ministerien, Qualifizierungsagenturen, Universitäten, Schulen und Gemeinden. Mehrere Firmen sind eng in die Aktivitäten eingebunden und helfen mit, in dem sie Praktika für SchülerInnen anbieten, aber auch unterstützen die Lehrpläne zu gestalten. Neben Flandrit erhalten so 2.500 BerufsschülerInnen und 3.000 Studierende eine bessere, praxisrelevantere Ausbildung.

ADA - Direktor Musa © ADA
Schuldirektor Musa ist überzeugt, dass eine gute praktische Ausbildung bei der Jobsuche hilft.

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