Sonderthema:
Für eine flächendeckende medizinische Versorgung

Gesundheitsversorgung

Für eine flächendeckende medizinische Versorgung

In den kommenden zehn bis 15 Jahren erreichen über alle Fachgebiete und Bundesländer hinweg mehr als die Hälfte der Vertragsärzte das Pensionsalter. Die Nachbesetzung der Stellen ist jedoch schwierig: hohe Arbeitsbelastung und unflexible Kassenverträge machen es für die Ärzteschaft von heute wenig attraktiv, sich am Land niederzulassen. Aber wie bleibt unser Land künftig gut versorgt?

Sichere wohnortnahe Versorgung

Gemeinsam mit Fachleuten entwickelten die Teilnehmer des Masterplan-Prozesses einen umfassenden Maßnahmenkatalog, der gewährleisten soll, dass die wohnortnahe ärztliche Versorgung am Land gesichert ist. Die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick:

• Das Kassenvertragssystem soll an die Frequenzsituation der Landpraxen angepasst werden. Es soll flexiblere Kassenverträge (z. B. teilbare Kassenstellen zur Förderung von Teilzeit-Tätigkeiten) sowie eine sprengelübergreifende Zusammenarbeit von Ärzten geben. Damit soll das Land für Ärzte wieder attraktiver werden.

• Um die medizinische Versorgung am Land zu sichern, können Primärversorgungszentren, Gemeinschaftspraxen oder mobile Praxen ebenfalls Beiträge leisten. Niedergelassene Ärzte und Bezirks-Krankenhäuser sollen besser zusammenarbeiten. Die enge Kooperation verhindert aufwändige Mehrfach-Arztbesuche.

• Die Hausapotheken der Landärzte müssen erhalten bleiben. Sie sind nicht nur für die wirtschaftliche Rentabilität von Landpraxen von Bedeutung, sondern ermöglichen auch eine verlässliche Medikamentenversorgung für ältere und wenig mobile Personen.

Auch für den ländlichen Raum ist von großer Bedeutung, dass im österreichischen Gesundheitssystem die Prävention gestärkt wird. Zielgruppenorientierte Bewegungsangebote (z. B. gezieltes Muskeltraining zum Ausgleich einseitiger Arbeitshaltungen, Mobilitäts- und Koordinationstraining für ältere Menschen) sowie Kurse zur Stressbewältigung leisten einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit am Land.

Hotline für Gesundheitsfragen

Ein wichtiges Zukunftsthema für’s Land ist der Ausbau von E-Health und Telemedizin. Denn nicht immer muss man gleich persönlich zum Arzt, um ein Gesundheitsthema abzuklären bzw. zu besprechen. Heuer geht bereits in drei Bundesländern die „Gesundheitshotline“ an den Start. Dieses telefon- und webbasierte Erstkontakt- und Beratungsservice ersetzt ärztliche Betreuung nicht. Es ist aber ein zusätzliches Gesundheits-Service, das ganz einfach von daheim genutzt werden kann.

Näheres zum Masterplan unter bmlfuw.gv.at/masterplan

 

Entgeltliche Einschaltung des BMLFUW

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