Sonderthema:
Interkommunale Zusammenarbeit im Dienst der Allgemeinheit

GEMEINDEÜBERGREIFENDE KOOPERATIONEN

Interkommunale Zusammenarbeit im Dienst der Allgemeinheit

Gemeinden stehen heute bei der Bewältigung ihrer Aufgaben vor großen Herausforderungen: Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung leben immer mehr ältere Menschen im Ort. Das erfordert eine entsprechende Infrastruktur für Betreuung und Pflege. Die Verwaltung wird immer komplexer, weil immer mehr Anforderungen zu beachten sind. Die dafür zur Verfügung stehenden Budgets sind und bleiben knapp. Was also tun?

Maßgeschneidert zusammenarbeiten

Bei den Beratungen für den Masterplan für den ländlichen Raum wurde gemeinsam mit Betroffenen und Fachleuten eine klare Lösungsperspektive aufgezeigt: Gemeindeübergreifende Kooperationen sollen ausgebaut werden. Damit ist es möglich, Synergien zum Vorteil der Bürger zu nutzen. Mit Blick auf Flexibilität und Bürgernähe erfordern unterschiedliche Regionen unterschiedliche Vorgangsweisen für erfolgreiche kommunale Kooperationen. Durch die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Bundeslandgrenzen hinweg lassen sich Projekte realisieren, die für Gemeinden alleine nicht oder nur mit hohem Ressourceneinsatz umsetzbar sind. Wo besonderes fachliches Know-how gefordert ist, können Kooperationen mit entsprechend versierten Kooperationspartnern die Professionalität des Leistungsangebotes verbessern. Dies bewirkt auch eine höhere Bürgerzufriedenheit. Die kluge Kooperation zwischen Gemeinden ist auch ein wirksames Rezept gegen den Mangel an qualifiziertem Personal: Von der gemeinsamen Beschäftigung von Experten profitieren alle Beteiligten.

Mehr Handlungsspielraum

Entscheidender Effekt gemeindeübergreifender Kooperationen: Sie bringen finanzielle Entlastung und schaffen Freiräume für andere Aktivitäten in der Gemeinde. Gezielte Kooperation erhöht zudem die kommunale Lernfähigkeit, Transparenz, Offenheit und Flexibilität – und somit insgesamt die Handlungsfähigkeit einer Gemeinde.

Regionale Kompetenzzentren

Wichtig ist natürlich, dass die Bundesländer ihre Gemeinden dabei unterstützen, zu Kooperationen zu kommen. Der Masterplan schlägt den Aufbau von Kompetenzzentren in den Regionen vor: Sie ermöglichen das gemeinsame Wahrnehmen von Verwaltungsaufgaben, arbeitsteilige Infrastrukturangebote oder beispielsweise die koordinierte Förderung von Wirtschaft und Tourismus.

Finanzieller Ausgleich

Faire und transparente Finanzierungs-, Verrechnungs- und Kostentragungsregelungen sind ein Schlüssel für erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Lösung des Masterplans: Der interkommunale Finanzausgleich ermöglicht es, auf die individuellen Anforderungsprofile und Bedürfnisse von Regionen einzugehen. Mit einem Kommunalsteuersplitting wird ein finanzieller Ausgleich über Gemeindegrenzen hinweg gewährleistet. Die Devise „strenge Rechnung – gute Freunde“ gilt schließlich auch für Gemeinden.

Näheres zum Masterplan unter bmlfuw.gv.at/masterplan

 

Entgeltliche Einschaltung des BMLFUW

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