Video zum Thema Lauda: Die große Abrechnung
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Lauda auf oe24.TV

"Stillstand in Österreich nervt mich"

Turbulente Tage für Niki Lauda. Die Formel-1-Legende mischt erstmals im Wahlkampf mit, unterstützt ÖVP-Kandidat Sebastian Kurz. Und er reitet einen Großangriff gegen die deutsche Lufthansa, nachdem klar ist, dass diese den großen Teil der insolventen Air Berlin übernehmen wird, inklusive der Österreich-Tochter NIKI. Lauda wollte die von ihm gegründete Airline zurückkaufen, geht aber leer aus. Im oe24.TV-Interview mit ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner macht er seinem Ärger Luft.

"Deal mit Lufthansa war ein abgekartetes Spiel"

oe24.TV: Herr Lauda, Sie haben wie ein Löwe gekämpft, um Ihre Fluglinie NIKI zurückzubekommen. Jetzt ist klar, es war umsonst. Wie fühlen Sie sich?

Niki Lauda: Man muss sich die ganze Geschichte anschauen. Als die Air Berlin Insolvenz angemeldet hat, bin ich nach Berlin geflogen, habe gesagt, wir sind an NIKI interessiert. Wir haben dann erfahren, dass die Lufthansa schon seit Monaten daran arbeitet, mit 60-65 Leuten. Die haben das von langer Hand vorbereitet.

oe24.TV: Das war ein abgekartetes Spiel?

Lauda: Ja, zu 100 % ein abgekartetes Spiel. Die deutsche Regierung hat der insolventen Air Berlin einen 150-Millionen-Euro-Überbrückungskredit gegeben. Die Lufthansa hat garantiert, dass sie das Geld zurückbekommen – aber dafür muss die deutsche Regierung in Brüssel vorher das Ok der Wettbewerbsbehörde eingeholt haben. Das empört mich.

oe24.TV: Was hat Sie geritten, mit 68 Jahren Ihre Fluglinie zurückkaufen zu wollen?

Lauda: Mich ärgert es, dass hier ein Monopol entsteht. Um das zu verhindern, wollte ich es machen.

oe24.TV: Wie viel haben Sie geboten?

Lauda: Wir haben mit Thomas Cook und Condor gemeinsam 130 Mio. Euro geboten.

oe24.TV: Steigen jetzt die Ticketpreise?

Lauda: Auf jeden Fall – Fliegen wird bis um das Doppelte teurer. Wo kein Wettbewerb ist, steigen die Preise. Wenn Du für Flüge etwa nach Mallorca oder Ibiza nur mehr zur AUA oder Eurowings gehen kannst – die beide zur Lufthansa gehören – wird es teurer. Österreich und Europa werden jetzt beherrscht von einem Monopol der Lufthansa. Das ist ein politischer Skandal.

oe24.TV: Werden Sie klagen?

Lauda: Ob ich mir das antun werde, muss ich noch prüfen. Die einzige Hoffnung ist, dass die österreichische Wettbewerbsbehörde den Deal noch verhindert.

oe24.TV: Sie haben immer gesagt, nie in die Politik gehen zu wollen. Jetzt werben Sie für Sebastian Kurz...

Lauda: Dass ich nie in die Politik gehen werde, stimmt. Aber der Stillstand in Österreich nervt mich. Sebastian Kurz hat mich vor einem halbem Jahr angerufen, dann haben wir uns getroffen, er hat mir von seinem Plan der Liste Kurz erzählt. Vor 3 Wochen hat er mich gebeten, ihn zu unterstützen, mit zu Veranstaltungen zu gehen. Das wollte ich nicht. Dann hat sich diese Video-Geschichte ergeben. Das hab ich gemacht, weil er mir gefällt. Für mich ist er ein gerader Michel, der die Sprache spricht, die ich verstehe – und eine Riesen-Kompetenz hat.

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