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Bei der Erste Group laufen die Geschäfte

Gutes Umfeld

Bei der Erste Group laufen die Geschäfte

Für die Erste Group hat sich das Wirtschaftsumfeld in der Region stark verbessert - und das dürfte auch 2018 anhalten, erwartet der Vorstand. Trotzdem gibt sich die Bank in ihrem Ausblick vorsichtig. Das für heuer gesetzte Rentabilitätsziel - eine Eigenkapitalverzinsung von mehr als 10 Prozent - wurde auf 2018 prolongiert.

Reale BIP-Zuwachsraten von 2 bis 4 Prozent in den Kernmärkten (Österreich, CEE) und fünfprozentige Zuwächse im Kreditgeschäft sowie stabile bis moderat steigende Einnahmen unterstellt die Erste für 2018, und für die Ergebnisrechnung stabile Kosten - bei bald einmal geringer werdenden Projektkosten und leicht höheren Risikokosten.

Den Börsianern war der erste Ausblick für 2018 angesichts der klar besseren Wirtschaftsaussichten im Geschäftsgebiet der Ersten dann doch zu wenig: Die Aktie gab bis Mittag um mehr als 6 Prozent nach.

Dividendenausschüttung soll steigen

Für die nächsten Jahre hat Bankchef Andreas Treichl (Bild) am Freitag allerdings auch langsam steigende Dividendenausschüttungen angekündigt. Nach den ersten neun Monaten 2017 lag der Nettogewinn zwar um 16 Prozent unter dem von einem Visa-Verkaufserlös gepushten Vorjahreswert. Die sommerliche Ankündigung, für 2017 mehr als den vorjährigen Euro je Aktie an Dividende zu zahlen, wurde heute bekräftigt - vorerst aber weiter ohne Details.

Weil Mobiltelefone für viele Kunden heute wichtiger sind als Filialen, hat auch die Erste Gruppe weiter in die Digitalisierung und ins Datenmanagement zu investieren. Druck und Deadlines von Regulatoren erhöhten, so Treichl, nicht nur den Kapital- und IT-Investitionsaufwand erheblich, sondern auch den Verwaltungsaufwand. In den nächsten Jahren soll dies dann aber Kosteneinsparungen bringen. Einige regulatorische Projekte gingen schon Anfang 2018 in die finale Phase. In allen Ländern soll die Effizienz gesteigert werden, auch die Zusammensetzung des Filialnetzes werde laufend überprüft, hieß es heute.

Tschechische Tochter lässt Kassen klingeln

Cash Cow war auch heuer wieder die tschechische Großsparkasse Ceska Sporitelna. Die Tochter in Prag brachte bis September für die Erste-Group-Bilanz einen Nettogewinn von 424 (Vorjahr: 417) Mio. Euro. In lokaler Währung gab es einen Gewinnrückgang. In der Slowakei weist die Tochter Slovenska Sporitelna ein um 25 Prozent geringeres Nettoergebnis von 127,9 Mio. Euro aus, die Rumänientochter BCR - die voriges Jahr Einmaleffekte und besonders hohe Kreditvorsorgeauflösungen hatte - hat ihren Nettogewinn auf 102,8 Mio. Euro halbiert. Die Ungarn-Bank Erste Bank Hungary lieferte 151 (Vorjahr: 109,6) Mio. Euro Neunmonatsgewinn, in Kroatien hat der Agrokor-Kreditausfall das Ergebnis der dortigen Bank um mehr als 70 Prozent auf 22 Mio. Euro gedrückt. Die kleine Serbien-Tochter legte von 9,5 auf 13,8 Mio. Euro zu. Unterm Strich praktisch stabil war das Nettoergebnis der Erste Bank in Österreich samt ihrer Töchter.

Die Risikopositionen in der Bilanz (RWA) sind zuletzt wieder gewachsen, hauptsächlich wegen Zuwächsen im Kreditgeschäft, aber auch externen Faktoren etwa im Zusammenhang mit Zwangskonvertierungen. Das ließ die harte Kernkapitalquote seit Jahresbeginn auf 12,8 Prozent leicht schrumpfen.

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