USA: Giftspuren in Kult-Eis entdeckt

Glyphosat

USA: Giftspuren in Kult-Eis entdeckt

Spuren der umstrittenen Chemikalie Glyphosat wurden bei Erzeugnissen der Speise-Eisfirma Ben & Jerry’s entdeckt.  Glyphosat als Bestandteil eines Unkrautvernichters der Firma Monsanto soll laut Kritikern höchst krebserregend sein.

Menge nicht gefährdend
Laut der „Organic Consumers Association“ wurden in zehn von elf Tests Spuren von Glyphosat nachgewiesen. Jedoch liege die Dosis weit unter dem, was Umweltschützer als bedenklich einstufen.
Rob Michalak, Verantwortlicher für soziale Werte bei Ben & Jerry’s: „Seit Jahren werde bei den pflanzlichen Zutaten darauf geachtet, dass beispielsweise kein Getreide oder Soja genutzt wird, das mit Glyphosat bearbeitet wurde.“

Suche nach Gründen
Trotz dieser Zusicherung ist beim Eishersteller weiterhin unklar, wie das Pestizid ins Eis kam. „Angesichts dieser Tests müssen wir noch versuchen, zu verstehen, wo die Spuren herkommen“, so Michalak weiter.
Für Eis-Genießer bestehe jedoch keine Gefahr. Um eine bedenkliche Dosis zu sich zu nehmen, müsste ein Kind rund 145.000 Eisbecher am Tag verschlingen.

Ben & Jerry's Österreich beruhigt
Auch in einem Statement gegenüber oe24.at beruhigt der Konzern: „Wir wissen, dass in einem kürzlich erschienenen New York Times Artikel angedeutet wurde, manche Ben & Jerry’s Sorten enthielten Spuren von Glyphosat. Nach unserem Verständnis wurde der Test in den USA mit lokalen Produkten aus den USA durchgeführt. Die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor, wir können jedoch bestätigen, dass alle Ben & Jerry’s Produkte bedenkenlos verzehrbar sind.

Selbst für den Fall, dass sich die gemeldeten Ergebnisse, so wie vom Labor, das die Test durchführte berichtet, als richtig herausstellen sollten, ist die im Eis enthaltene Menge Glyphosat für den Menschen unbedenklich. Eine Person müsste 145.000 Portionen Eiscreme PRO TAG essen, um das von der U.S. Umweltbehörde (EPA) gesetzte Maximum zu erreichen. In der EU, also für Österreich und Deutschland gültig, wo die Auflagen für den erlaubten Grenzwert deutlich niedriger liegen, wären es immerhin noch 25.000 Portionen pro Tag.“

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