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Aber nur 20 MB pro Tag

© Getty Images

"3" bringt kostenloses Internet

Der heimische Mobilfunkanbieter "3" (Hutchison 3G) verteilt ab Freitag in Österreich gratis USIM-Karten mit Internet-Zugang. Erklärtes Zeil der "Initiative 100%" ist es, auch jene Österreicher zur Internet-Nutzung zu bewegen, die das bisher noch nicht tun - das sind laut einer heute präsentierten Studie des ÖIAT (Österreichisches Institut für Angewandte Telekommunikation) immerhin 1,4 Millionen Menschen.

Gründe für die Nichtnutzung
Internet-Abstinenz
koste einen österreichischen Haushalt im Schnitt 700 Euro im Jahr, sagte ÖIAT-Vorstand Ronald Hechenberger bei der Präsentation der Studie. "Wir gehen davon aus, dass man rund drei Prozent der Konsumausgaben durch die sinnvolle Nutzung des Internet einsparen kann", etwa durch Preisvergleiche, erklärte Hechenberger.

Gründe für die Nichtnutzung sind laut Studie neben der Einschätzung, kein Internet zu brauchen (56,5 Prozent), dem Fehlen eines Computers (45,3 Prozent) und fehlendem Wissen über den Gebrauch (35,7 Prozent) auch die Kosten (11,4 Prozent). Wobei gerade Jugendliche, die oft über kein eigenes Einkommen verfügen, das Internet zu 97 Prozent nutzen.

Dennoch setzt die Aktion zunächst beim Preis an: Die Gratis-USIM-Karte von "3" umfasst ein Datenvolumen von täglich 20 MB - damit kann man immerhin E-Mails lesen und verschicken, Nachrichten lesen, Banküberweisungen machen und dergleichen. Wem das zu wenig ist, der kann auch Wochenpakete von 1 GB für 7 Tage um jeweils zwei Euro erwerben.

Endgeräte
Den Einwand, dass eine SIM-Karte alleine für den Internet-Zugang noch nicht reicht - man braucht ja auch einen Computer mit USB-Datenmodem oder ein zweites Handy (Smartphone) -, lässt "3"-Chef Jan Trionow nicht gelten. Für alle, die noch kein Modem haben, biete man eines zum Selbstkostenpreis von 29 Euro an. Darüber hinaus gebe es bei "3" das "Galaxy Tab 8.9" von Samsung um 299 Euro. Er glaube auch stark "an den familiären Aspekt" sagte Trionow - so könnte etwa ein Jugendlicher seinem Opa einen alten, aber noch funktionstüchtigen Computer mit Modem überlassen, um diesem den Internetzugang zu ermöglichen. Außerdem wisse man, dass in etwa 30 Prozent der Haushalte noch ungenutzte USB-Modemsticks vorhanden seien.

Karten funktionieren nur in Österreich
Die Gratis-USIM-Karten funktionieren nur in Österreich, sind also von der Roaming-Aktion "3LikeHome" ausgeschlossen. Die Aktion ist vorerst unbefristet und zum Teil werbefinanziert. "Auf der Willkommensseite gibt es ein Werbefenster. Hier erscheint 10 Sekunden lang Werbung, die kann man aber auch wegklicken", erläuterte Trionow. Damit sei die Aktion aber nicht kostendeckend. "Wir investieren mehr in dieses Produkt als es bringt." Wieviel die Aktion kostet, wollte Trionow nicht verraten, "aber es ist schon ein signifikanter Betrag".

Wenn man für 100.000 oder 200.000 Karten Abnehmer fände, könnte man schon das EU-Ziel erreichen, den Anteil der Internet-Abstinenten in Österreich auf 15 Prozent zu verringern, gab ÖIAT-Vorstand Hechenberger das Ziel vor.

 

Diashow Fotos von den Technik-Trends 2012
Smartphones

Smartphones

2012 kommen die ersten Smartphones mit superschnellen Quad-Core-Prozessoren mit einer Taktrate von bis zu 1,5 GHz in den Handel. Die Displays werden noch schärfer und bessere Akkus versprechen eine längere Laufzeit. Highlights sind das iPhone 5, das HTC One X, das LG 4X HD sowie das Galaxy S3 (im Bild).

Tablets

Tablets

Bei den boomenden Tablet-Computern sieht die Lage nicht viel anders aus. Auch hier kommen 2012 Geräte mit noch schnelleren Prozessoren und verbesserten Displays auf den Markt. Außerdem werden die Touch-Computer dank einer stärkeren Vernetzung (siehe weiter unten) noch vielseitiger.

Spiele

Spiele

2012 trumpft die Nintendo dann mit der völlig neuen Wii U auf. Sie soll der PS3 und der Xbox 360 Kunden abjagen. Sony bringt am 12. Februar seine mobile Highend-Konsole Playstation Vita auf den Markt. Sie kann zwar keine dreidimensionalen Inhalte darstellen, liefert dafür aber eine bahnbrechende Grafik und eine völlig neue Steuerung.

Software

Software

Bei den Betriebssystemen steht 2012 ganz im Zeichen von Microsoft. Denn im kommenden Jahr bringt der Software-Riese Windows 8 auf den Markt. Der Windows 7-Nachfolger wurde komplett neu entwickelt und ist auch für den Einsatz auf Tablet-Computern vorbereitet.

3D-Fernseher

3D-Fernseher

Hier wird sich in diesem Jahr der 3D-Standard durchsetzen. Neue Geräte werden diese Technik von Haus aus integriert haben. Die Kunden können dann selbst entscheiden, ob sie sie verwenden wollen, oder eben nicht.

Smart TVs

Smart TVs

Die sogenannten Smart-TVs ermöglichen es den Nutzern über Apps oder spezielle Browser direkt im Internet zu surfen. Da die Techniken immer weiter verbreitet werden, dürften auch die Preise noch einmal deutlich fallen. Vor allem aktuelle 3D- und Smart-TVs dürften deutlich billiger werden.

Ultrabooks

Ultrabooks

Bei den mobilen Rechnern heißt die Devise "dünn, leicht, schnell und stark". All diese Ansprüche erfüllen die neuen Ultrabooks problemlos. Sie setzen auf SSD-Festplatten, schnelle Chips, gute Grafik und eine lange Laufleistung.

Fotografie

Fotografie

Nicht weniger als eine Revolution der Fotografie hat das amerikanische Start-Up Lytro im Sinn, das seine Kameras im Frühjahr auf den Markt bringen will. Dank ausgefeilter Linsen-Technik soll man erst knipsen und dann auf bestimmte Bereiche scharfstellen können. Polaroid legte unterdessen die klassische Sofortbildkamera als digitale Version neu auf.

Heimnetzwerke

Heimnetzwerke

Darüber hinaus wird das Jahr 2012 auch im Zeichen der Vernetzung stehen. Heimnetzwerke dürften dank vereinfachter Technik, günstigeren Preisen und einer größeren Auswahl an Geräten den Durchbruch schaffen.

Near Field Communication

Near Field Communication

Schon 2011 brachten sich die Anbieter mobiler Bezahlsysteme in Position - 2012 soll der Vorstoß in den Alltag kommen. Als wichtigste Voraussetzung gilt, dass mehr Smartphones einen Chip für die Funktechnik NFC (Near Field Communication) bekommen, mit der die meisten Bezahlsysteme der rivalisierenden Dienstleister laufen.

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