Dafür interessierten sich 2007 die Österreicher

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Dafür interessierten sich 2007 die Österreicher

Für Artikel aus der Kategorie "Autos und Motorräder" interessierten sich die meisten Österreicher im Jahr 2007 bei eBay.at. So wurde in der größten Sparte des Online-Auktionshauses am häufigsten nach PKWs - mit über 660.000 Anfragen - der Marke BMW gesucht. Die wachstumsstärksten Kategorien waren "Reisen" sowie "Business und Industrie".

Jeder User kaufte fast 7 Artikel
"Wir haben im März 2008 mit 1,5 Millionen registrierten Mitgliedern einen neuen Rekord erreicht", so Alberto Sanz, Geschäftsführer von eBay in Österreich und neuerdings auch der Schweiz. Insgesamt hätten die österreichischen eBay-Mitglieder 2007 mehr als 5,9 Millionen Artikel verkauft und 9,2 Millionen gekauft. In etwa 50 Prozent der registrierten Mitglieder seien auch "aktiv" bei eBay tätig, d.h. sie haben 2007 einen Artikel bei eBay gekauft.

Autos und Kleidung sind Spitzenreiter
Dem häufigsten Suchbegriff "BMW" folgen "Puch", "Ikea" und "Vespa". Zwar ist das Interesse der Österreicher an Autos und Motorräder groß, dennoch seien es Textilien, die am zahlreichsten gehandelt werden. "Alle 32 Sekunden wechselte 2007 ein Kleidungsstück den Besitzer, alle 58 Sekunden ein Fahrzeugteil und alle 73 Sekunden ein Sportartikel. Ein Fahrzeug wurde 2007 alle zehn Minuten verkauft", konkretisierte Sanz.

Die kuriosesten Auktionen
Der teuerste bei eBay verkaufte Einzelartikel sei 2007 ein Tatra (Oldtimer) um 75.000 Euro gewesen, außerhalb von eBay Motors sei ein Traktor für über 13.000 Euro versteigert worden. Dass sich auch Skurillitäten versteigern lassen, zeigten die Auktionen von einem Trachtenhut geschmückt mit dem Kopfhaar von Sozialminister Erwin Buchinger (S) sowie das "angebliche Rückgrat eines FP-Politikers". Das "mobile Papstklo" hingegen sei mit einem Startpreis von 15.000 Euro nicht zu verkaufen gewesen.

eBay.at sichert 10.000 Jobs
Weiters würden bereits 10.000 Österreicher als gewerbliche Verkäufer direkt oder indirekt vom Handel bei eBay leben, sagte Sanz bei der heutigen Präsentation des Jahresberichtes in Wien. 2006 seien es noch weniger als 5.000 gewesen. "Daran spiegelt sich die steigende Bedeutung des E-Commerce in der Wirtschaft allgemein", meinte Sanz.

Auch das neue Preismodell habe schon Auswirkungen gezeigt. Im März 2008 wurden erstmals 1,5 Millionen Angebote innerhalb eines Monats bei eBay.at eingestellt. So seien seit Ende Februar 2008 die Angebote bei eBay.at um rund 60 Prozent gestiegen. Seit 20. Februar können private Verkäufer Auktionen mit einen Euro Startpreis (inklusive Bild) gratis einstellen. Die Gebühren sind ausschließlich an den Verkaufserfolg geknüpft und fallen nur mehr dann an, wenn ein Artikel tatsächlich verkauft wird.

Neues Prämienmodell
Seit April 2008 gebe es auch neue Prämienmodelle für gewerbliche Verkäufer. Diese sehen vor, die Prämien nicht nur vom Umsatz, sondern auch vom Service des Verkäufers abhängig zu machen. Damit solle künftig besser verhindert werden, dass gewerbliche Händler als private Mitglieder auftreten und so Rechtsansprüche der Käufer umgehen. "Wenn wir sehen, dass ein Privatverkäufer signifikant viele Artikel verkauft, dann fordern wir ihn auf, sich als gewerblicher Anbieter anzumelden, ansonsten wird er bei eBay ausgeschlossen", kündigte Sanz an.

Mit den neuen Maßnahmen wolle man vor allem auch der wachsenden Konkurrenz entgegenwirken. "2007 haben die klassischen Versandkataloge immer mehr Fuß gefasst", meinte Sanz. In Österreich seien es laut Studie von comscore vor allem die otto group (Universalversand und Otto-Versand) und Amazon, gefolgt von Arcandor (Quelle-Katalog) und die Plattform willhaben.at, welche im E-Commerce-Bereich tätig sind.

22 Prozent Umsatzplus
Weltweit gesehen, habe eBay 2007 5,6 Milliarden Dollar (3,56 Mrd. Euro) Umsatz erwirtschaftet, dies sei eine Steigerung von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Berücksichtige man auch den Online-Bezahldienst PayPal und den Internet-Telefondienst Skype, welche beide im Besitz des eBay-Konzerns sind, so belaufe sich der weltweite Umsatz insgesamt auf 7,7 Milliarden Dollar (4,90 Mrd. Euro), was einem Wachstum von 29 Prozent entspreche. "Umsatzzahlen für Österreich gibt es keine", so Geschäftsführer Sanz.

Bezüglich dem im März von eBay angekündigten Personalabbau, welcher vor allem Österreich betreffe, meinte Sanz: "Vom Abbau sind zwei bis drei Personen betroffen und weitere vier Personen werden in die Schweiz wechseln." Vor der Personaländerung habe es bei eBay Österreich insgesamt 21 Mitarbeiter gegeben.

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