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Das neue iPhone 4 im ersten Test Das neue iPhone 4 im ersten Test

Kult-Handy

 

© Neumayr/TZ Österreich

Das neue iPhone 4 im ersten Test

Seit dem 24. Juni wird das neue iPhone 4 in einigen Ländern verkauft. Neben den USA gibt es das Gerät beispielsweise auch in Japan und in Deutschland. Wir konnten uns selbst erstmals von den Qualitäten des neuen iPhones überzeugen.

Handling
Beim iPhone 4 hat Apple das Design seines Kult-Handys zum ersten Mal (seit der Einführung im Jahr 2007) grundlegend verändert. So ist das Gerät nicht nur kompakter (Breite von 5,8 cm und eine um 25 Prozent verringerte Höhe - 0,93 cm) es wurde auch kantiger. Anstatt des abgerundeten Gehäuses sind nun Ecken und Kanten angesagt. Das durchlaufende Edelstahlgehäuse dient gleichzeitig als Antenne, was den Empfang deutlich verbessert. Selbst in Regionen wo normalerweise nur schwacher Empfang herrscht, zeigt das iPhone 4 noch immer mehrere Striche auf der Empfangs-Skala an. Des Weiteren fällt auf, dass die Rückseite nun auch aus verstärktem und gefärbtem Glas besteht. Die Kunststoffkappe ist also passé. Alles in allem wirkt das Gerät nun hochwertiger und liegt etwas besser in der Hand als seine Vorgänger. Bei der Bedienung setzt Apple ohnehin seit Jahren Maßstäbe und das hat sich auch bei der Neuauflage nicht verändert. Die Bedienfreundlichkeit und Präzision bei der Befehlseingabe ist eine wahre Freude. Auch die beiden runden Tasten auf der Seite (Lautstärtke-, Ruftonregelung) lassen sich hervorragend bedienen.

Diashow Bilder: Das Innenleben des iPhone 4
Das Innenleben des iPhone 4

Das Innenleben des iPhone 4

Das sind alle Einzelteile des neuen Apple-Handys

Das Innenleben des iPhone 4

Das Innenleben des iPhone 4

Das kratzfeste Glas liegt wie ein Deckel am Gehäuse.

Das Innenleben des iPhone 4

Das Innenleben des iPhone 4

Das Edelstahlgehäuse dient auch als Antenne

Das Innenleben des iPhone 4

Das Innenleben des iPhone 4

Gut zu erkennen: Die neue Kamera an der Frontseite

Das Innenleben des iPhone 4

Das Innenleben des iPhone 4

Der A4-Prozessor aus dem iPad

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  Diashow

Display
Bei der Präsentation versicherte Steve Jobs, dass das neue (nach wie vor 3,5 Zoll große) Retina-Display das absolute Highlight des Geräts sei. Und laut unserer Einschätzung konnte Apple dieses Versprechen auch halten. Mit 326dpi und einer Auflösung von 960 x 640 Pixel ist es das schärfste Handy-Display am Markt. Dieser Eindruck wird vor allem beim Surfen auf Internetseiten und beim Lesen kleiner Texte bestätigt. Selbst ganz kleine Buchstaben werden gestochen scharf angezeigt, weshalb man die Zoom-Funktion (funktioniert dank Multitouch-Unterstützung hervorragend) nicht mehr so oft benötigt, wie das bisher der Fall war.

Fotos und Videos
Zum ersten Mal verbaut Apple eine zweite Kamera im iPhone. Die auf der Rückseite dient für Fotos und Videos und verfügt nun über eine konkurrenzfähige Auflösung von 5 MP. An der Frontseite kommt eine schwächere Kamera für Videotelefonate zum Einsatz. Diese sind via "Face Time" auch rein über die WLAN-Funktion möglich. Dazu benötigt aber auch der Gesprächspartner ein iPhone 4. Aufgrund des zweiten Mikrofons konnte bei den ersten Tests neben der Bild- auch die Tonqualität überzeugen. Ein Fingertipp reicht aus, um von einer Kamera zur anderen zu switchen. Dank LED-Blitz werden selbst Aufnahmen im Dunkeln möglich. Aufgrund des kleinen Sensors können Handy-Kameras bei Dunkelheit mit herkömmlichen Digitalkameras aber (noch) nicht mithalten. Bei passendem Licht bieten die iPhone-Fotos eine hervorragende Qualität.

Videofreunde kommen beim iPhone 4 auch auf ihre Kosten. Erstmals kann das Apple-Handy Videos in HD-Qualität (720p) aufzeichnen. Für Leute die öfters Videos drehen bietet sich die neue App "iMovie" an. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte Variante der Videoschnitt-Software von den herkömmlichen Mac-Rechnern. Nach kurzer Anlaufzeit kommen auch Laien mit dem Programm sehr gut zurecht. Videos lassen sich direkt am Smartphone schneiden und mit dem gewünschten Ton hinterlegen. Des Weiteren können einzelne Ausschnitte überblendet werden. Je länger man sich mit dem Programm auseinandersetzt, umso gelungener werden die Resultate.

Power
Beim iPhone 4 kommt der Apple-eigene A4 Prozessor aus dem iPad zum Einsatz. Dieser arbeitet trotz gesteigerter Leistung energieeffizienter als sein Vorgänger. Wie lange der Akku genau durchhält, konnte noch nicht ausgiebig getestet werden. Apple verspricht jedoch eine deutliche Steigerung. Im Stand-by Modus soll das Gerät nun 300 Stunden laufen. Die verbesserte Rechenperformance zeigt sich jedoch sofort. Internetseiten werden deutlich schneller aufgebaut und auch andere Anwendungen starten etwas flotter. Außerdem ist das iPhone 4 Multitasking-fähig. Und der Prozessor hat auch keinerlei Probleme wenn mehrere Programme gleichzeitig laufen. Viele Apps starten nach dem Verlassen einer anderen Anwendung ihre Inhalte dennoch wieder von ganz vorn und laufen nicht wie versprochen im Hinergrund mit. Das liegt jedoch nicht am Handy, sondern an den Entwicklern, die ihre Apps an die neue Funktion noch nicht angepasst haben. Diese Einschränkung dürfte sich jedoch in den nächsten Wochen nach und nach verringern. Seit Apple am 21. Juni das neue iPhone-Betriebssystem iOS 4 bereitgestellt hat, unterstützt übrigens auch das Vorgänger-Modell "3GS" Multitasking.

Fazit
Laut unseren ersten Eindrücken ist Apple mit dem iPhone 4 ein hervorragendes Smartphone gelungen, dass nun endlich wieder "up-to-date" ist. Dem 3GS waren viele Konkurrenten technisch bereits enteilt. Wie üblich lässt sich Apple seine Technik aber auch teuer bezahlen. Wer ein vertragsfreies iPhone 4 haben will, muss über 1.000 Euro investieren. Ob es diesen Preis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die meisten Geräte werden ohnehin mit einer Vertragsbindung gekauft. Dadurch wird der Anschaffungspreis für viele erschwinglich, die monatlichen Kosten müssen jedoch zuvor genau kalkuliert werden. Es gibt aber auch hervorragende Alternativen zum neunesten Apple-Handy. Diese sind technisch auf Augenhöhe aber durchwegs günstiger.

techn_daten_iphone4

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