EU sperrt 54 Handy-Klingeltonanbieter

Irreführung

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EU sperrt 54 Handy-Klingeltonanbieter

Durch eine Aktion der EU-Kommission gegen Missbrauch beim Verkauf von Handy-Klingeltönen sind mehr als 200 Internet-Plattformen korrigiert oder geschlossen worden.

Viele rechtswidrige Seiten
Von den 301 Websites, die bei einer EU-weiten Untersuchung im Juni 2008 als rechtswidrig eingestuft wurden, seien 159 korrigiert und 54 abgeschaltet worden, teilte EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva (Bild) am Dienstag in Brüssel mit. Dies entspreche einer Erfolgsquote von 70 Prozent.

Auch österreichische Anbieter betroffen
In Österreich wurden nach Angaben der EU-Kommission 29 Websites gecheckt. Bei 21 sei ein Verstoß gegen die EU-Konsumentenschutzbestimmungen festgestellt worden, bei fünf Websites seien anfänglich beanstandete Probleme gelöst worden, teilte die EU-Behörde mit.

Bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse im vergangenen Jahr hatte Kuneva noch von 466 problembehafteten Websites gesprochen. Verstöße gegen das Verbraucherrecht konnten aber nur in 301 Fällen festgestellt werden, wie die Kommission am Dienstag erklärte. In Deutschland wurden den Angaben zufolge bei 13 Websites Rechtsverstöße festgestellt, alle diese Fälle seien mittlerweile gelöst. Ein Verstoß gegen das Verbraucherrecht liegt unter anderem vor, wenn Klingeltöne als kostenlos beworben werden, den Kunden aber tatsächlich ein Abonnement untergejubelt wird.

Hohe Geldstrafen für italienische Anbieter
Die italienischen Behörden verhängten im Zuge der Untersuchung saftige Bußgelder gegen neun Unternehmen: Telecom Italia, Vodafone, Wind, Dada, Zed, H3G, Zeng, Fox Mobile und Tutto gratis müssen nach Angaben der EU-Kommission wegen unvollständiger Preisinformationen für Handy-Klingeltöne insgesamt zwei Millionen Euro Strafe zahlen.

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