Sonderthema:
Facebook-Betrug mit PS4 und iPhone 5s

Besser nicht „liken“

Facebook-Betrug mit PS4 und iPhone 5s

Von wegen stille Zeit. An Weihnachten und zum Jahreswechsel haben Soziale Netzwerke Hochkonjunktur: Festgrüße und Bilder von der Silvesterparty wollen über Facebook und Co. geteilt werden. Doch Vorsicht: Gerade an Weihnachten und Neujahr sind auch Cyberkriminelle in Sozialen Netzwerken sehr aktiv. Das geht unter anderem aus einer aktuellen Analyse des Sicherheitsspezialisten Kaspersky Lab hervor. So wurde bereits in der Vorweihnachtszeit erste Betrügereien beobachtet, bei denen interessante Gewinne wie die neue PlayStation 4 oder iPads in Aussicht gestellt werden. Allerdings gibt es dann keine Gratisgeschenke zum Fest, sondern Account-Zugangsdaten für die Cyberkriminellen frei Haus.

PlayStation, iPad und iPhone
Eine der Weihnachtsbetrügereien tauchte bereits Ende November auf Facebook auf. Dabei wurden in einer Verlosung 400 noch unverkaufte PlayStation 4-Konsolen versprochen. Teilnehmen konnten Facebook-Anwender, die den Post in ihrem Netzwerk teilen, die entsprechende Seite „liken“ und als finalen Schritt, die Teilnahme unter der Angabe ihrer persönlicher Facebook-Daten bestätigen. Der Post wurde 776 Mal geteilt. In einem weiteren Beispiel wurden Nutzern kostenfreie – und bisher ebenfalls noch nicht verkaufte – iPhones und iPads als Weihnachtsgeschenk in Aussicht gestellt. Auch hier waren die Cyberkriminellen nur an den persönlichen Daten interessiert.

Diashow Fotos: Facebook-Betrug vor Weihnachten

Facebook-Betrug mit iPhone & Co.

Dieses Posting ist relativ einfach als Betrug zu identifizieren. Auf dem Foto ist nicht einmal ein iPhone 5s abgebildet, dennoch soll man eines der Apple-Smartphones gewinnen können.

Facebook-Betrug mit iPhone & Co.

Diese Masche mit der PlayStation 4 ist schon deutlich professioneller. Wer hier auf "Gefällt mir" drückt, geht den Cyberkriminellen ins Netz.

1 / 2

Sicherheitstipps vor Social-Media-Betrug
Auch der heimische Facebook-Experte Philipp Ploner von Ploner Communications rät in der Weihnachts- und anschließenden Ferienzeit zu besonderer Vorsicht, gerade in Sozialen Netzwerken. Ploner stellt jedoch klar: "Wer mit Hausverstand agiert, hat auch an den Feiertagen nichts zu befürchten". Kaspersky hat passend zur aktuellen Bedrohungslage einige praktische Sicherheitstipps veröffentlicht, mit denen sich Anwender vor Betrügereien und Malware-Infizierungen schützen können:

  • Mit persönlichen Daten sparsam umgehen: Nutzer sollten generell nicht zu viele persönliche Daten preisgeben, auch wenn sie sich gerade über Weihnachten und Neujahr gerne über Facebook und Twitter austauschen. Die Gefahr: Wird ein Account gehackt, können Cyberkriminelle mit den dort verfügbaren Informationen weitere Accounts zum Beispiel für Online-Banking entern.
  • Nur auf vertrauenswürdige Links klicken: Cyberkriminelle sind immer an Login-Daten zum Beispiel für Facebook interessiert. Eine E-Mail mit dem Betreff „Facebook X-Mas Specials“ könnte beispielsweise auf eine gefälschte Facebook-Seite verlinken. Gibt der Anwender dann dort seine Zugangsdaten ein, werden die Daten den Betrügern direkt auf dem silbernen Tablet serviert. Nutzer sollten daher immer vorsichtig sein, wenn sie auf in E-Mails oder Postings angebotene Links klicken. Auch wenn diese von einem Freund kommen, denn wer weiß, ob dessen Account nicht gehackt wurde.
  • Verschiedene und sichere Passwörter nutzen: Da viele Nutzer dieselben Passwörter für mehrere Dienste verwenden, sind nach einem Passwort-Klau über Facebook beispielsweise auch Konten auf eBay, Amazon oder GMX in Gefahr. Daher sollte man immer unterschiedliche Passwörter verwenden, die darüber hinaus aus mindestens 16 Zeichen bestehen sowie Sonderzeichen und Zahlen beinhalten, aber keine einzelnen Wörter abbilden.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung einsetzen: Facebook und Twitter haben sich mittlerweile im Bereich Security stark verbessert. Über die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung wird dem Anwender eine weitere Zugangsberechtigung angeboten, zum Beispiel eine einmalige Nummer, die ihm beim Login-Prozess als Text oder per App via Mobiltelefon zugeschickt wird. So haben Hacker keine Chance, auch wenn sie im Besitz von User-Name und Kennwort sind.
  • Adäquate Sicherheitslösungen einsetzen: Viele Schädlinge haben es direkt auf Passwörter von Sozialen Netzwerken abgesehen wie beispielsweise die unschuldig klingende Software „Pony“. Andere Programme wie Kelihos verbreiten sich über Facebook und versuchen dort persönliche Daten zu stehlen. Moderne Antivirus-Lösungen schützen vor aktuellen Gefahren in Echtzeit, egal ob auf Windows-, Android- oder Mac-Geräten.

button_neue_videos_20130412.png

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen