Facebook: Größte Panne aller Zeiten

Millionen sind betroffen

Facebook: Größte Panne aller Zeiten

Nächster Daten-GAU im Internet. Diesmal betroffen: Facebook, das beliebteste soziale Netzwerk der Welt. Alleine in Österreich gibt es rund 2,5 Millionen Nutzer – sie alle könnten Geschädigte sein.

Denn nun wurde bekannt, dass Werbekunden seit vier Jahren verbotenerweise auf persönliche Nutzerdaten zugreifen konnten. Das fand das Sicherheitsunternehmen Symantec heraus. Keine Informationen waren vor den Spionen sicher: Fotos, Adressen oder Telefonnummern konnten von Dritten auf Face­book abgerufen werden.

Daten sind eine Goldgrube
Unternehmen konnten mit diesen Daten rasch viel Geld machen: Es gibt eigene Firmen, die genau solche Informationen kaufen. Denn hat man Name und E-Mail-Adresse, kann man ganz gezielt Werbebotschaften verschicken.

Firmen konnten so im Namen von Nutzern sogar Botschaften an Facebook-Freunde verschicken.

Spiele sind schuld
Betroffen sind alle Kunden, die sogenannte Apps nutzen. Das sind Miniprogramme, wie zum Beispiel Spiele. Der Kreis der Geschädigten dürfte ersten Schätzungen zufolge gigantisch sein: 20 Millionen Apps werden weltweit täglich installiert, mehr als 100.000 dieser Apps saugten in den letzten vier Jahren persönliche Daten aus Facebook ab. Noch weiß niemand, wie viele Informationen wirklich unerlaubt gelesen wurden. Aber: "Die Daten machen jetzt ­sicher die Runde, die werden immer weiter verkauft", erklärt Facebook-Experte Philipp Ploner (Interview unten).

Facebook reagierte bereits: Die Sicherheitslücke wurde gestern geschlossen. Doch ­Ploner rät dringend: Als Nutzer solle man sofort das Passwort ändern, "nur so ist gewährleistet, dass niemand die Daten missbraucht".

Experte: "Gibt sicher neue Lücke"

ÖSTERREICH: Was machen Kriminelle mit den Daten?
Philipp Ploner: Die holen sich E-Mail-Adressen, Telefonnummern und auch ­alle Daten Ihrer Freunde.

ÖSTERREICH: Und was passiert dann damit?
Ploner: Es gibt Firmen, die nichts anderes tun, als Daten zu verkaufen. Dann kann man etwa als Computerhersteller gezielt junge Menschen anrufen und sie fragen, ob sie etwa einen Laptop kaufen wollen.

ÖSTERREICH: Als Schutz braucht man jetzt ein neues Passwort?
Ploner: Damit kann man sein Profil sichern. Aber es gibt sicher schon die nächste Sicherheitslücke, die wir noch nicht kennen.

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