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Mehr Privatsphäre-Kontrolle für User

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Mehr Privatsphäre-Kontrolle für User

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook erleichtert seinen Nutzern die Kontrolle über ihre Privatsphäre. Unter anderem werden viele Einstellungen, die man bisher nur in einem separaten Bereich anpassen konnte, direkt in die Website integriert, kündigte Facebook am Dienstagabend (Ortszeit) in einem Blogeintrag an. Außerdem werde man auch nachträglich verändern können, wer einen Eintrag bei dem Online-Netzwerk sehen kann. Damit reagiert das Netzwerk auf seinen neuen Herausforderer Google+, bei dem diese Einstellungen aufgrund der gelungenen "Kreis-Struktur" ebenfalls möglich sind.

Diashow Facebook Privatsphäre-Einstellungen neu

Markierung von Fotos

Fototags automatisch entfernen

Neue Ansichten des eigenen Profils

Postings zulassen oder verweigern

Mehr Auswahl bei Ortsangaben

Wer darf das Posting sehen?

Auswahl ähnelt der Kreis-Struktur von Google+

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Neue Features für die Fotomarkierung
Zugleich erweitert Facebook allerdings auch die Möglichkeiten, in hochgeladenen Bildern Personen mit einem Namen zu versehen. Bisher konnten Nutzer nur ihre Facebook-Freunde in den Fotos auf diese Weise "markieren". Künftig kann jeder jeden in einem Bild mit einem Namen versehen - allerdings müssen die so markierten Nutzer diese Namens-Tags erst freigeben. Auch soll das Entfernen von Daten oder Markierungen erleichtert werden. Weiters kann man sich künftig leichter anzeigen lassen, wie ein Profil aus der Sicht anderer Nutzer aussieht.

Ortsdaten auf dem Vormarsch
Facebook verstärkt im Zuge des Umbaus auch den Akzent auf Ortsangaben. Nutzern werden künftig ihren aktuellen Aufenthaltsort zu mehr Arten von Einträgen hinzufügen können.

Schrittweise Einführung
Die Neuerungen werden in den kommenden Tagen umgesetzt, kündigte Facebook an. Da das Netzwerk inzwischen rund 750 Millionen Mitglieder hat, werden solche Arbeiten meist nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise ausgeführt.

Häufig Nachbesserungen
Facebook hatte Mitgliedern in den vergangenen Jahren nach Kritik von Nutzern, Datenschützern und Politikern immer mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre gegeben. Allerdings wurden die Einstellungen dadurch mit der Zeit auch immer komplexer. Mit einigen der aktuellen Neuerung rückt Facebook etwas näher an das neue Konkurrenz-Netzwerk Google+, das konsequent darauf ausgerichtet ist, dass man verschiedene Informationen mit unterschiedlichen Bekanntenkreisen teilt.

Forderungen endlich umgesetzt
Eine Änderung forderten Nutzer schon seit Jahren, und sie wird jetzt tatsächlich umgesetzt: Die Bezeichnung "Alle" für den Kreis der Leute, die einen Facebook-Eintrag sehen können, wird in "Öffentlich" geändert. Es wurde schon lange kritisiert, dass das Wort "alle" viel Raum für Missverständnisse offenlasse, etwa "alle meine Bekannten" oder "alle bei Facebook". Gemeint hingegen war, dass solche Einträge für alle im gesamten Internet und auch für Suchmaschinen sichtbar sind. Vor einigen Jahren hatte Facebook einen Aufschrei unter den Nutzern ausgelöst, als die Grundeinstellungen der Profile standardmäßig auf "Alle" geändert worden waren. Das wurde später zurückgenommen.

Kritik
Die von Datenschützern heftig kritisierte automatische Gesichtserkennungs-Funktion, bei der einmal markierte Personen automatisch in Bildern gefunden werden können, bleibt von den Änderungen unberührt.

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