Endgültiges Aus für WLAN-Scans

Google Street View

© AP

Endgültiges Aus für WLAN-Scans

Google gab nun im Rahmen eines Rechtsstreit in Kanada (siehe unten) bekannt, dass die umstrittene Aufzeichnung von WLAN-Daten während der Aufnahmen zum Online-Kartendienst Street View nicht wieder aufgenommen werden. Wie berichtet hatte Google mit seinen Kameraautos auch private Informationen (von offenen) WLAN-Netzen gespeichert. Darunter befanden sich auch Adressen, E-Mails, etc. Eigentlich waren diese WLAN-Scans für User gedacht, die den Dienst ohne GPS-Empfangsgerät nutzen. Eine Positionsbestimmung ist nämlich auch über WLAN-Netze (und nicht nur über Satellit) möglich. Bei uns wurden die Fahrten von der Datenschutzkommission vorübergehend verboten.

Verfahren in Kanada
Zuletzt hat der amerikanische Internetgigant die Behörden in Kanada mit Street View gegen sich aufgebracht. Beim Aufbau des Dienstes habe Google unerlaubt Informationen von Privatpersonen gesammelt und damit die Rechte von tausenden Bürgern verletzt, sagte am Dienstag die Chefin der Datenschutz-Behörde, Jennifer Stoddart. Die Daten, die versehentlich gespeichert worden seien, müssten gelöscht werden, forderte Stoddart.

Stoddart setzte Google eine Frist bis Anfang Februar, um den Anweisungen der Behörde zu folgen. Die kanadischen Datenschützer können den US-Giganten nicht mit einer Strafe belegen, jedoch die Beschwerde vor das Bundesgericht bringen.

Google entschuldigte sich für die Datenpanne und versicherte, dass bei den Fahrten weltweit nie wieder WLAN-Scans durchgeführt werden.

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