Von der Suchmaschine zum IT-Riesen

Google-Story

Von der Suchmaschine zum IT-Riesen

In seinem ehemaligen Kerngeschäft als Suchmaschinen-Anbieter hat Google nach wie vor eine überragende Stellung. Weltweit kam der kalifornische Konzern laut einer aktuellen Statistik von Netmarketshare im Oktober 2010 auf einen Marktanteil von 85,1 Prozent. Bei uns ist der Anteil noch höher: Rund 90 Prozent der User verwenden Google für ihre Suchanfragen. Dieser Erfolg hat aber auch Schattenseiten, wie die jüngsten Untersuchungen der EU zeigten. Marktführer ist Google auch bei Online-Videos (YouTube) und Karten im Internet (Google Maps, Street View, Earth).

Neue Geschäftsfelder
Mit unterschiedlichem Erfolg versucht Google seit Jahren, diesen Erfolg auf andere Marktbereiche auszudehnen. Dies ist dem Unternehmen vor allem auf dem Mobilfunkmarkt geglückt. Das von Google getragene, offene Mobilfunk-Betriebssystem Android konnte sich in kurzer Zeit bei etlichen Herstellern von Smartphones durchsetzen. Im dritten Quartal 2010 landete Android nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Gartner mit einem Anteil von 25,5 Prozent noch vor dem iPhone von Apple und den Blackberrys von RIM. Nur Nokia konnte noch mehr Smartphones absetzen. Allerdings befindet sich der Marktführer aus Finnland im Sinkflug. Mit der kommenden Version Android 2.3 "Gingerbread" soll sich der Höhenflug fortsetzen.

Wie erfolgreich  Google TV und der kommende Online-Buchladen werden, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Hohe Investitionen in erneuerbare Energien (Windparks) zeigen jedenfalls ein zukunftsorientiertes Denken.

Browser

Mühsamer gestaltet sich für Google der Versuch, den Markt der Web-Browser umzukrempeln, der jahrelang vom Internet Explorer von Microsoft dominiert wurde - inzwischen gibt es insbesondere in Europa einen Zweikampf mit dem Open-Source-Browser Firefox. Nach den Zahlen des Online-Statistikdienstes StatCounter landete der Google-Browser Chrome im September 2010 bei einem Anteil von 11,5 Prozent, während der Internet Explorer mit 49,9 Prozent erstmals seit Jahren unterhalb der 50-Prozent-Schwelle blieb. Deutlich vor dem Google-Browser liegt der Firefox (31,5 Prozent).

Web-Anwendungen
Eine gewichtige Rolle spielt Google bei Web-Anwendungen von der Terminplanung über Textverarbeitung und Tabellenkalkulation bis zur E-Mail. Die meisten dieser Angebote sind kostenlos. Hier reagierte Microsoft erst kürzlich mit eigenen kostenlosenWeb-Programmen von Word, Excel und Powerpoint. Außerdem präsentierte der Software-Riese vor wenigen Wochen das webbasierte Programm Office 365.

Den weitaus überwiegenden Teil seines Umsatzes erzielt Google mit der Online-Werbung und da insbesondere mit der herausgehobenen Platzierung von Werbekunden in den Trefferlisten der Suchmaschine.

Misserfolge

Wenig Erfolg hatte Google bisher mit seinen Versuchen, einen Fuß in der Welt der Sozialen Netzwerke zu fassen. Zwar ist der Suchmaschinen-Konzern mit seiner Plattform Orkut auf regionalen Märkten wie Indien und Brasilien gut vertreten. Weltweit konnte Google aber dem Marktführer Facebook bisher nicht Paroli bieten. Auch der Versuch, mit dem Kurznachrichtendienst Google Buzz gegen Facebook und Twitter anzugehen, zeigte nicht die in der Konzernzentrale in Mountain View gewünschten Erfolge. Und auch das ähnliche Projekt "Wave" wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt.
 

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