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Google manipulierte offenbar OpenStreetMap-Karten

[Update!] Schwere Vorwürfe

Google manipulierte offenbar OpenStreetMap-Karten

Der bekannte Anbieter von offenen Internet-Karten, OpenStreetMap (OSM), war in den letzten Monaten zahlreichen manipulativen Angriffen ausgesetzt. So wurden die beliebten Karten von Außenstehenden fälschlich verändert. Nun scheinen die Betreiber des kostenlosen Dienstes den Angreifern auf die Schliche gekommen zu sein. Und wenn die Anschuldigungen stimmen, könnte das zu immensen Konsequenzen führen.

[Update: Google hat sich nun erstmals geäußert - siehe unten]

IP-Adresse von Google
Laut einem offiziellen Blogeintrag der zuständigen OSM-Manager wurden die Angriffe von einer IP-Adresse durchgeführt, die eindeutig vom Suchmaschinen-Riesen Google stamme. Mit Google Maps hat der IT-Konzern selbst einen Kartendienst im Angebot. Auch dieser war bislang kostenlos. Doch seit Anfang 2012 hebt Google von Internet-Seiten, welche die Karten in ihre Seite einbauen, ab einer gewissen Zugriffszahl Gebühren ein. Beim Angebot von OSM ist das nicht der Fall. Deshalb sind einige Internetseiten noch vor dem Jahreswechsel umgestiegen.

Über 100.000 unerlaubte Zugriffe
Insgesamt wurde mit dieser IP-Adresse rund 102.000 Mal auf die OSM-Karten zugegriffen. Die Attacken gingen jedoch nicht immer von derselben Person aus. So wurden 17 unterschiedliche Accounts entdeckt. Die Manipulationen gingen soweit, dass sogar Richtungsangaben in Einbahnstraßen falsch eingezeichnet wurden. Wie groß der ganze Schaden ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Aufgrund der hohen Zahl an Zugriffen, dürfte dieser jedoch enorm ausfallen. Falsche Angaben können natürlich den Ausschlag dafür geben, dass Betreiber von Internetseiten nicht auf OSM umsteigen, bzw. wieder zu Google Maps zurückkehren.

Forderungen
In dem Blogeintrag fordert OSM nun eine offizielle Stellungnahme von Google. Eine solche gibt es bisher (noch) nicht. Zudem wurde der Konkurrent angewiesen, solche Zugriffe in Zukunft zu unterbinden. Es steht also noch nicht fest, ob die Angriffe tatsächlich von Google stammen. Die verwendete IP-Adresse lässt das jedoch vermuten.

UPDATE: Google gab Stellungnahme ab
Google hat nun gegenüber "The Verge" erstmals eine Stellungnahme zu den Anschuldigungen abgegeben. Darin bestätigte der IT-Riese den Vorfall zwar, schiebt die Schuld jedoch von sich. So sollen Vertragspartner, ohne Google davon in Kenntnis zu setzen, 20 Änderungen in den OSM-Karten vorgenommen haben. Laut eigenen Angaben hat Google die Verträge mit den beiden Partnern mittlerweile gekündigt. Im Blog-Eintrag von OSM ist jedoch von weitaus mehr Eingriffen zu lesen.

Mittlerweile stellt sich aber auch ein Administrator, der bei OpenStreetMap arbeitet, hinter Google. Laut ihm gäbe es keinerlei Beweise, dass Google die Attacken verursacht oder jemanden dazu angestiftet habe. Solange es keine konkreten Indizien gibt, sollte der Vorwurf noch einmal überdacht werden. Dennoch steht Google in einem schlechten Licht. Sollte der Konzern nicht direkt an dem Sabotageakt beteiligt gewesen sein, stecken trotzdem (ehemalige) Partner dahinter. Die Geschichte dürfte also noch einige Zeit für Schlagzeilen sorgen.

Technik-Trends 2012

Diashow Fotos von den Technik-Trends 2012

Smartphones

2012 kommen die ersten Smartphones mit superschnellen Quad-Core-Prozessoren mit einer Taktrate von bis zu 1,5 GHz in den Handel. Die Displays werden noch schärfer und bessere Akkus versprechen eine längere Laufzeit. Highlights sind das iPhone 5, das HTC One X, das LG 4X HD sowie das Galaxy S3 (im Bild).

Tablets

Bei den boomenden Tablet-Computern sieht die Lage nicht viel anders aus. Auch hier kommen 2012 Geräte mit noch schnelleren Prozessoren und verbesserten Displays auf den Markt. Außerdem werden die Touch-Computer dank einer stärkeren Vernetzung (siehe weiter unten) noch vielseitiger.

Spiele

2012 trumpft die Nintendo dann mit der völlig neuen Wii U auf. Sie soll der PS3 und der Xbox 360 Kunden abjagen. Sony bringt am 12. Februar seine mobile Highend-Konsole Playstation Vita auf den Markt. Sie kann zwar keine dreidimensionalen Inhalte darstellen, liefert dafür aber eine bahnbrechende Grafik und eine völlig neue Steuerung.

Software

Bei den Betriebssystemen steht 2012 ganz im Zeichen von Microsoft. Denn im kommenden Jahr bringt der Software-Riese Windows 8 auf den Markt. Der Windows 7-Nachfolger wurde komplett neu entwickelt und ist auch für den Einsatz auf Tablet-Computern vorbereitet.

3D-Fernseher

Hier wird sich in diesem Jahr der 3D-Standard durchsetzen. Neue Geräte werden diese Technik von Haus aus integriert haben. Die Kunden können dann selbst entscheiden, ob sie sie verwenden wollen, oder eben nicht.

Smart TVs

Die sogenannten Smart-TVs ermöglichen es den Nutzern über Apps oder spezielle Browser direkt im Internet zu surfen. Da die Techniken immer weiter verbreitet werden, dürften auch die Preise noch einmal deutlich fallen. Vor allem aktuelle 3D- und Smart-TVs dürften deutlich billiger werden.

Ultrabooks

Bei den mobilen Rechnern heißt die Devise "dünn, leicht, schnell und stark". All diese Ansprüche erfüllen die neuen Ultrabooks problemlos. Sie setzen auf SSD-Festplatten, schnelle Chips, gute Grafik und eine lange Laufleistung.

Fotografie

Nicht weniger als eine Revolution der Fotografie hat das amerikanische Start-Up Lytro im Sinn, das seine Kameras im Frühjahr auf den Markt bringen will. Dank ausgefeilter Linsen-Technik soll man erst knipsen und dann auf bestimmte Bereiche scharfstellen können. Polaroid legte unterdessen die klassische Sofortbildkamera als digitale Version neu auf.

Heimnetzwerke

Darüber hinaus wird das Jahr 2012 auch im Zeichen der Vernetzung stehen. Heimnetzwerke dürften dank vereinfachter Technik, günstigeren Preisen und einer größeren Auswahl an Geräten den Durchbruch schaffen.

Near Field Communication

Schon 2011 brachten sich die Anbieter mobiler Bezahlsysteme in Position - 2012 soll der Vorstoß in den Alltag kommen. Als wichtigste Voraussetzung gilt, dass mehr Smartphones einen Chip für die Funktechnik NFC (Near Field Communication) bekommen, mit der die meisten Bezahlsysteme der rivalisierenden Dienstleister laufen.

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