Google startet Software-Offensive

Neuheiten-Feuerwerk

Google startet Software-Offensive

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Google hat am Mittwoch auf der Keynote seiner jährlichen Entwicklerkonferenz I/O zahlreiche Software-Neuheiten vorgestellt. Im Vorfeld wurde vermutet, dass der IT-Riese auch neue Hardware-Prudukte wie die zweite Generation des Tablets Nexus 7 oder eine verbesserte Version seines Smartphones Nexus 4 zeigen könnte. Doch dazu kam es nicht. Selbst die Datenbrille Google Glass wurde nicht gezeigt. Stattdessen hat Google u.a. einen Streaming-Musikdienst gestartet, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Höhepunkt des Abends war aber der Auftritt des an einer Stimmband-Erkrankung leidenden Google-Chefs Larry Page (Bild oben). Mit diesem haben die rund 6.000 Entwickler im Saal in San Francisco nicht gerechnet.

Diashow Google I/O-Keynote 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Überraschung: Auch Larry Page kam auf die Bühne.

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

Keynote von der Google I/O 2013

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"Google Play Music All Access"
Das Abo-Angebot mit dem Namen "Google Play Music All Access" ist zunächst in den USA verfügbar. Für 9,99 Dollar im Monat gibt es uneingeschränkten Zugriff auf das Musik-Angebot. Außerdem kann man sich Songs, die zum eigenen Musikgeschmack passen könnten, von Google auswählen lassen. Der Konzern spricht vom "Radio ohne Regeln". Weitere Länder sollen folgen.Google konkurriert damit mit bisherigen Streaming-Anbietern wie Spotify, Rdio oder Pandora. Apple arbeitet laut Medienberichten ebenfalls an einem Internet-Radio, steckt demnach aber in zähen Rechteverhandlungen mit der Musik-Branche fest. Mit der Download-Plattform iTunes ist Apple der weltgrößte Musik-Verkäufer.

Das Google-Betriebssystem Android knackte unterdessen die Marke von 900 Millionen aktivierten Geräten, wie der neue Android-Chef Sundar Pichai bekanntgab. Im Jahr 2012 hatte Google erst 400 Millionen aktivierte Android-Geräte gemeldet. Es geht dabei vor allem um Smartphones.

Die App-Downloads auf der Plattform Google Play hätten 48 Milliarden erreicht - davon allein 2,5 Milliarden im vergangenen Monat. Rivale Apple steht unmittelbar davor, die Marke von 50 Milliarden heruntergeladenen Apps zu erreichen. Diese Zahl soll dank der angekündigten Spiele-Plattform Google Play Games in Zukunft noch deutlich steigen.

Zahlreiche Entwicklertools
Zunächst standen vor allem neue Möglichkeiten für App-Entwickler im Mittelpunkt. Unter den ersten am Mittwoch vorgestellten Neuerungen war am Mittwoch die Möglichkeit, Spielstände in der Cloud zu speichern, um nahtlos auf verschiedenen Geräten spielen zu können.

Außerdem gibt es jetzt eine Schnittstelle, über die Apps sich unterschiedlich verhalten können, je nachdem ob der Nutzer geht, rennt oder mit einem Fahrrad unterwegs ist. Auch können sie bis zu 100 sogenannte Geofencing-Punkte pro App einbauen - virtuelle Zäune, die bestimmte Funktionen aktivieren, wenn ein Nutzer einen vorgegebenen Ort erreicht.

Google packt zudem das Problem der Android-Fragmentierung an: Entwickler haben mehr Arbeit, weil auf dem Markt Geräte mit verschiedenen Versionen des Google-Systems sind. Spiele-Entwickler bekommen jetzt zum Beispiel die Möglichkeit, einzelne Elemente sofort in Varianten für unterschiedliche Geräte zu sehen.

Für Verbraucher
Darüber hinaus zeigte Google, wie sich die Suchfunktion in Zukunft verbessern werde. Hier lag der Fokus vor allem auf der Spracheingabe. Weiters wurde die neue Generation von Google Maps gezeigt. Von dieser wird es drei verschiedene Versionen geben: eine für Smartphones, eine für Tablets und eine für den Web-Browser. Die runderneuerten Karten will Google stärker auf einzelne Nutzer anpassen. Dafür kommen unter anderem Empfehlungen und Bewertungen von Lokalen stärker in den Vordergrund. Außerdem werden Informationen über Unfälle auf den Straßen direkt in Google Maps eingebunden - aber auch Sonderangebote von Geschäften. Die Ansicht der Karten auf Tablet-Computern wurde erneuert. Auch beim Chrome-Browser hat Google ordentlich nachgelegt. Der eigene Browser wurde noch einmal schneller und mit einer verbesserten Sprach-Suchfunktion ausgestattet. Alle Neuheiten der Keynote können Sie auf Seite 2 nachlesen.

Suche und Maps
Der zuständige Manager Amit Singhal verkündete während seines Auftritts provokant "das Ende der Internet-Suche, wie wir sie kennen". Die Suchmaschine soll verstärkt in ganzen Sätzen formulierte Fragen der Nutzer beantworten. Im hauseigenen Web-Browser Chrome kann man sie jetzt auch über das Mikrofon stellen und eine gesprochene Antwort bekommen. Dafür stellt Google seit Jahren riesige Wissens-Datenbanken zusammen. Um die Funktion zu aktivieren, spricht man den Computer mit "Okay, Google" an. Wenn persönliche Informationen wie Termine, Kontakte oder Reisepläne bei Google gespeichert sind, funktioniert Chrome wie ein persönlicher Assistent.

Die I/O 2013 dauert noch bis Freitag. Vielleicht zeigt Google ja doch auch noch neue Hardware-Produkte.

Seite 2: Der Live-Ticker zum Nachlesen

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