Google und AMD mit hervorragenden Zahlen

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Google und AMD mit hervorragenden Zahlen

Internet-Riese und "Handy-Produzent" Google ist trotz eines kräftigen Gewinnanstiegs hinter den Hoffnungen der Börsianer an der Wall Street zurückgeblieben. Der umstrittene Konzern verdiente zwar im vergangenen Vierteljahr in gewohnter Manier unerwartet viel. Einige Branchenexperten zeigten sich jedoch unzufrieden mit dem Tempo des Umsatzwachstums und bemängelten zudem Anzeichen für eine Steigerung der Ausgaben. Die Aktie fiel deshalb am Donnerstag nachbörslich um vier Prozent.

Gewinn-Sprung
Unterm Strich verdiente der Suchmaschinenbetreiber 1,97 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro) nach 382,4 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum, als Investitionen bei AOL und Clearwire den Gewinn schmälerten. Ohne Sonderposten betrug der Gewinn je Aktie 6,79 Dollar. Analysten waren hier im Schnitt von 6,48 Dollar ausgegangen. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 6,67 Mrd. Dollar. "Die Erwartungen erhöhten sich vor der Bekanntgabe der Ergebnisse", erklärte Analyst Martin Pyykkonen von Janco Partners die Börsenreaktion. "Sie haben fundamental gute Zahlen geliefert, aber auch nichts Überwältigendes."

Im gesamten Jahr verdiente Google 6,5 Mrd. Dollar - über 50 Prozent mehr als 2008. Das Geschäft von Google hatte zeitweise unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gelitten. Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen, die von den Internet-Nutzern seltener angeklickt worden war. Google drosselte einige Zeit die Ausgaben, inzwischen greift das Unternehmen aber wieder an, unter anderem mit dem weiteren Vorstoß ins mobile Internet-Geschäft.

Spionage-Attacken belasten Aktienkurs
Auf den Google-Aktien lastete in den vergangenen Tagen auch der Ärger in China, wo das Unternehmen nach einem Hacker-Angriff möglicherweise seine Tätigkeit einstellen will. Konzernchef Eric Schmidt erklärte hierzu lediglich, Google werde voraussichtlich ziemlich bald Änderungen vornehmen.

Er äußerte sich dennoch sehr zuversichtlich zur Geschäftsentwicklung im neuen Jahr: "Wir sehen das Internet zu Jahresanfang äußerst optimistisch und werden weiter sehr viel Geld in technologische Innovationen investieren." Davon würden nicht nur die Google-Nutzer und -Kunden profitieren, sondern das Internet insgesamt. Google peile weiterhin etwa eine Übernahme pro Monat an. Das schnellste Umsatzwachstum verspricht sich Schmidt jedoch von mobilen Internetanwendungen.

Intel verhilft AMD mit Geldzahlung zu Milliardengewinn
Dank eines milliardenschweren Schecks vom Erzrivalen Intel ist dem Halbleiter-Konzern AMD die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Unterm Strich verdiente AMD von Oktober bis Dezember knapp 1,2 Milliarden Dollar nach einem Minus von 128 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Quartal sei ein Meilenstein für AMD gewesen, sagte Konzernchef Dirk Meyer am Donnerstag.

Ohne die Zuwendung des Konkurrenten wäre AMD indes weiter leicht im Minus verharrt. Intel hatte einen Streit um unfairen Wettbewerb und Patentklau mit einer Geldzahlung an den Nachbarn aus dem kalifornischen Sunnyvale beigelegt.

Auch das Geschäft von AMD sprang wieder an. Der Umsatz ging um 42 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Dollar hoch. Intel hatte bereits vor einer Woche die Marschrichtung vorgegeben und Zahlen präsentiert, die mit denen aus der Boomzeit mithalten konnten.

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