Entwicklerkonferenz Google I/O startet

Blick in die Zukunft

Entwicklerkonferenz Google I/O startet

Google hat sich in den letzten Jahren vom Suchmaschinen-Spezialisten zu einem wahren IT-Riesen hochgearbeitet. Mittlerweile deckt der Konzern zahlreiche Felder der Branche ab. Zu den bekanntesten Angeboten gehört das Handy- und Tablet-Betriebssystem Android, der Browser Chrome, Google TV oder das bereits seit längerem angekündigte Computer-Betriebssystem Chrome OS. Was die Google-Zukunft bringt, zeigt der Konzern jedes Jahr auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O, die heuer von 10. bis 11. Mai in San Francisco stattfindet (Start ca. 19:00 Uhr unserer Zeit). An der Konferenz nehmen 5.000 Entwickler aus nahezu allen Ländern der Welt teil. Die Tickets waren heiß begehrt und in kürzester Zeit restlos ausverkauft.

Hauptaugenmerk
Schwerpunkte bilden in diesem Jahr Android 3.0 "Honeycomb" und Chrome OS. Letzteres ist ein Cloud-basiertes Betriebssystem, das vor allem auf leistungsschwächeren Rechnern (Netbooks, etc.) Microsofts Windows vom Thron stoßen soll. Google setzt bei fast allen seiner Dienste konsequent auf das Cloud Computing - die Bereitstellung von Software und Daten aus dem Internet.

Musikdienst
Des Weiteren ist bereits durchgesickert, dass Googles Musikdienst nach langer Vorbereitung endlich fertig ist. Der Internet-Konzern werde das Netz-basierte Angebot am Dienstag (10. Mai), auf der Entwicklerkonferenz vorstellen, berichteten die "New York Times" und das "Wall Street Journal". Die Idee ist, das Nutzer ihre Musik auf Google-Server hochladen und von dort auf diverse Geräte abrufen können - zum Beispiel auf Android-Smartphones. Einen ähnlichen Dienst startete bereits der Online-Händler Amazon im März. In Österreich gibt es bei T-Mobile ein ähnliches Angebot. Auch Apple will Gerüchten zufolge seine iTunes-Plattform um ein Cloud-Angebot erweitern.

Genauso wie Amazon habe Google für den Dienst keine neuen Verträge mit der Musikindustrie abgeschlossen, schrieben die US-Blätter. Das käme etwas überraschend, hieß es doch im März, Google brauche länger als Amazon, weil noch die Verhandlungen mit den Plattenkonzernen liefen. Der Online-Händler war mit seinem Angebot vorgeprescht, die Musikbranche reagierte verschnupft. Sie zeigte sich überzeugt, dass für Cloud-Dienste neue Lizenzen gekauft werden müssen. Amazon verweist darauf, dass der Dienst nur so etwas wie eine virtuelle externe Festplatte in der Internet-Wolke sei.

Googles Musik-Dienst werde mehr Speicherplatz als Amazons "Cloud Drive" bieten, schrieb die "New York Times". Bei Amazon bekommen Kunden 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos gestellt. Wenn man sich ein MP3-Album kauft, wird die virtuelle Festplatte mit dem Namen "Cloud Drive" für ein Jahr auf 20 Gigabyte aufgestockt.

Der Google-Dienst werde zunächst nur ausgewählten Nutzern zur Verfügung stehen, hieß es. Amazons "Cloud-Player" ist bisher Kunden in Nordamerika vorbehalten. Apple stünde mit Googles Start noch stärker unter Druck, bei seinem Angebot etwas besonderes zu präsentieren. Laut einigen Medienberichten will der iPhone-Konzern ein neu gebautes großes Rechenzentrum unter anderem für den Musik-Streamingdienst einsetzen.

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