Hacker-Attacken auf Google gehen weiter

China

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Hacker-Attacken auf Google gehen weiter

In China wurden erneut Google-Nutzer Opfer einer Hacker-Attacke: Laut den Informationen von Menschenrechtsaktivisten sind mindestens zwei Journalisten Opfer von Angriffen auf ihre E-Mail-Konten beim Google-Dienst Gmail geworden, wie der Klub der Auslandskorrespondenten in China am Montag mitteilte. Einer der beiden Betroffenen war ein Reporter der Nachrichtenagentur AP. Seine Mails wurden ohne seine Zustimmung auf ein unbekanntes E-Mail-Konto weitergeleitet.

Wie berichtet hatte der Internet-Riese Google in der vergangenen Woche Hacker-Angriffe auf E-Mail-Konten von Menschenrechtsaktivisten angeprangert und gedroht, sich notfalls aus China zurückzuziehen. Die Angriffe liefen offenbar nach ähnlichem Muster ab wie die jüngsten Manipulationen der E-Mail-Konten von Journalisten: Der Bürgerrechtsanwalt Teng Biao schrieb nach der öffentlichen Erklärung von Google in seinem Blog, jemand sei in sein Gmail-Konto eingebrochen und habe seine Mails auf ein anderes Konto weitergeleitet.

Google überprüft nach Hack-Attacken eigene Mitarbeiter
Nach den jüngsten Hackerattacken ermittelt das Unternehmen wie berichtet auch in den eigenen Reihen. Wie das "Wall Street Journal" nun am Dienstag berichtete, will das Unternehmen durch eine Untersuchung herausfinden, ob Angestellte der chinesischen Google-Niederlassung möglicherweise den Hackern geholfen haben. Einige Mitarbeiter können demnach für die Dauer der Untersuchung nicht mehr auf das firmeneigene Netzwerk zugreifen. Der US-Konzern betreibt seit 2006 eine chinesische Version seiner Dienste und beschäftigt 700 Menschen in dem Land.

In China werden immer wieder Internetseiten zensiert und etwa die Arbeit regierungskritischer Blogger behindert. Am Montag gab auch der Verein ausländischer Korrespondenten in China (FCCC) bekannt, dass E-Mail-Konten von Journalisten bei GoogleMail Ziel von Hackerangriffen geworden seien.

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