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Handys von Asylwerbern sollen geknackt werden

Zur Identitätsprüfung

Handys von Asylwerbern sollen geknackt werden

In Deutschland sorgt derzeit ein neuer Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums für Aufsehen. Laut den Plänen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BamF) sollen Handys von Asylwerbern zur Identitätskontrolle künftig ausgelesen werden können – und zwar ohne deren Zustimmung. Bisher brauchte die Behörde zum Zugriff auf die Daten des Mobiltelefons stets die Erlaubnis der Betroffenen.

Spezial Hard- und Software für die Beamten

Wie die "Süddeutschen Zeitung" berichtet, sollen die zuständigen BamF-Beamten dafür eigens mit spezieller Hard- und Software ausgestattet werden. Damit sollen sie die Handy-Speicher auch ohne Zustimmung der Asylwerber schnell auslesen können. Die moderne Ausstattung kann Codes oder andere Zugangssperren umgehen. Mit den ausgelesenen Handy-Daten soll dann geklärt werden, ob Angaben der Asylwerber wie Name, Herkunft, Alter, etc. der Wahrheit entsprechen.

150.000 Fälle im Jahr 2016

Aktuell dürfen die deutschen Behörden Handys nur dann knacken, wenn es einen Verdacht auf eine Straftat gibt. Mit dem neuen Gesetz soll sich das ändern. Hätte es dieses Gesetz bereits im Vorjahr gegeben, wären laut dem Bericht rund 150.000 Asylwerber von der Regelung betroffen gewesen. Das entspricht einem Anteil von über 50 Prozent.

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