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Internet-Seite bietet Kauf einer Mannschaft an

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Internet-Seite bietet Kauf einer Mannschaft an

Drei französische Fußball-Fans haben eine Webseite gegründet, der es 60.000 Internet-Surfern erlauben soll, über einen Fußball-Verein ihrer Wahl die Kontrolle zu übernehmen. Seit der Eröffnung der Webseite www.cmonclubdefoot.fr vor zwei Monaten schlossen sich der Initiative bereits 1.500 Interessenten an, die je 50 Euro Beitrag eingezahlt haben, teilten die Gründer Walid Benothman, Romaric Lacote und Clement Meunier aus Fontainbleau bei Paris mit.

Binnen eines Jahres hoffen die drei rund 30-jährigen Männer genügend Geld gesammelt zu haben, um eine Mannschaft der zweiten oder vierten Liga kaufen zu können. "Wenn wir es nicht schaffen, geben wir den Teilnehmern das Geld zurück, oder wir schlagen ihnen vor, die Aktion zu verlängern", betonte Benothman, der für einen kanadischen Verlag von Computer-Programmen arbeitet und selbst bis zu seinem 17. Lebensjahr "auf hohem Niveau" Fußball spielte.

Als Ziel des Unterfangens nannte der 32-jährige Lacote die Absicht, "den Fußball aus der Welt des Business zu befreien und eine Mannschaft ihren Fans zurück zu geben". Mittels dem E-Voting sollen die Internet-Surfer die Möglichkeit haben, den Präsidenten und Trainer ihrer Mannschaft zu wählen, sowie Spieler zu kaufen oder zu verkaufen, betonte der 31-jährige Marketing-Experte Meunier, der die Idee zu der Initiative hatte. Er inspirierte sich am Modell des britischen myfootballclub.co.uk, der im vergangenen November 51 Prozent des Kapitals des Clubs Ebbsfleet United (fünfte Liga) übernommen hat.

Die drei Gründer der Web-Initiative sind überzeugt, dass durch die Einbeziehung der Anhänger in die Verwaltung der Mannschaften die Gewaltakte in den Stadien vermindert werden können. Die größte Hürde in dem Unterfangen stellt das Misstrauen der Internet-Surfer dar. "Sie haben Angst, hineingelegt zu werden", sagte Romaric Lacote und fügte hinzu, dass er und seine Partner bereits mehrere "zehntausend Euro" in die Aktion investiert hätten. Die Verwirklichung des Projekts hänge nun nur noch vom Beitragswillen der Fans ab.

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