Internet-Viren werden immer gefährlicher

Gefahrentrends

 

Internet-Viren werden immer gefährlicher

Experten des US-Softwareherstellers Symantec schätzen außerdem, dass vor allem die neuen technischen Entwicklungen ein Nährboden für die Zunahme von Sicherheitsrisiken sein werden. "Generell hat sich die Motivation von Hackern und Internet-Betrügern geändert", erklärt Peter Geytenbeek, Österreich-Chef von Symantec.

Finanzielle Interessen statt einfachem Schaden
"War in der Vergangenheit noch das Streben nach Bekanntheit treibende Kraft für die Verbreitung von schadhaftem Code, stehen heute fast ausschließlich finanzielle Interessen hinter den Aktivitäten", so Geytenbeek. Auch die Techniken, mit welchen Hacker ihre schädigenden Programme vor der Entdeckung durch Firewalls und Virenschutzprogramme schützen, würden immer raffinierter werden.

Handy-Angriffe nehmen zu
Internet-Nutzer hätten laut Experten im heurigem Jahr mit einer Zunahme von Gefahren im Zusammenhang mit Webdiensten, mobilen Plattformen (z.B. Handys), Botnetzen, Spam und virtuellen Welten zu rechnen. Das Anwachsen von verfügbaren Webdiensten lasse logischerweise auch die Zahl der webbasierten Gefahren ansteigen. Selbiges gelte für Handys. Weil deren Service immer komplexer werde, seien auch verstärkte Angriffe darauf möglich und wahrscheinlich.

BotNets immer gefinkelter
Hacker nutzen in der Regel für ihre Aktivitäten nicht die eigenen Computer, sondern schleusen ihre Schadprogramme in fremde Computer ein und kontrollieren diese per Fernsteuerung. Diese fremden Computer würden zu großen Netzwerke, sogenannte "BotNets" (von "robot-net", deutsch: Roboter-Netze), zusammengeschlossen. Die Experten von Symantec erwarten, dass sich "BotNets" künftig diversifizieren und im Verhalten weiterentwickeln. So könne es künftig mehr Phishing Seiten geben, die von diesen fremdgesteuerten Computern gehosted werden. In Europa seien täglich durchschnittlich 19.000 Rechner als "BotNets" aktiv.

Auch Suchmaschinen-Toplinks nicht sicher
Mittels Überschwemmen von Internetforen und gehackten Webseiten mit Spam-Links lassen sich von Internetbetrüger gezielt Webseiten bei Suchmaschinen auf Platz eins positionieren. Diese Webseiten würden oft Drive-By Downloads beinhalten. Drive-By Downloads-Seiten sind Webseiten mit schadhaften Programmen, welche Browserschwächen ausnutzen und beim Ansurfen der Seite den eigenen Computer infizieren.

Spam und Datendiebstähle
Parallel zur Entwicklung im Internet werde auch E-Mail-Spam zunehmend zu einer multimedialen Plage. Mit der Zunahme der Nutzung neuer Arten von Attachments sei zu rechnen, wie etwa Mp3 oder Flash. Auch die Verbreitung von Spam auf den populären Social Networking Seiten könne 2008 zum Problem werden. Die Symantec-Experten rechnen mit gezielten Attacken auf Computer- und Systemschwachstellen, zum Diebstahl persönlicher Informationen.

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