So nutzen die Österreicher das Internet

Ericsson-Studie

© Reuters

So nutzen die Österreicher das Internet

Laut einer aktuellen Studie ist rund die Hälfte der Österreicher täglich online. Damit hinkt unser Land den europäischen Vorreitern um ein bis zwei Jahre hinterher, warnte Ericsson-Experte Christian Untersteiner am Mittwoch vor Journalisten in Wien

Des Weiteren zeigt die Umfrage des schwedischen Telekomausrüsters, dass es 47 Prozent der befragten österreichischen Intensivnutzer wichtig ist, ständig online zu sein. In Summe aller Befragten (1.250 Personen) waren es hingegen 18 Prozent.

Social Networks, mobiles Internet und Videos
Das stärkste Wachstum verzeichnet die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook und das Video-Schauen (YouTube, Hulu, etc.). Ein weiterer Trend sei die mobile Internetnutzung. "Das World Wide Web verlagert sich vom Schreibtisch in die Hosentasche. Die Konsumenten wollen Zugang ins Internet, egal wann, wo und wie. Gleichzeitig steigt die Zahl der Anwendungen", betonte Untersteiner. "Das stellt die Betreiber vor neue Herausforderungen in punkto Qualität, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Infrastruktur", fasst Untersteiner die Ergebnisse der „ConsumerLab“ Studie für Österreich zusammen.

Flachbild-Fernseher, Laptops und Netbooks
Bei den technischen Geräten in den Haushalten liegt Österreich im Schnitt - und bei einigen Produkten sogar vor vielen anderen europäischen Ländern. "Bei Flachbild-Fernsehern, Laptops und Netbooks sind die Österreicher Europa-Meister", erklärt Ola Sandberg, Leiter des Ericsson ConsumerLab. Über die Hälfte der Konsumenten (56 %; Europa: 51 %) hat bereits ein TV-Gerät mit Flachbildschirm oder einen Laptop (55 %; Europa: 51 %). Auch bei Netbooks liegen die Österreicher mit 9 % vorne (Europa: 7 %).

In der Nachfrage nach Laptops und Netbooks spiegelt sich die oben erwähngte starke Verbreitung von mobilem Breitband in Österreich wieder. Das birgt gleichzeitig Herausforderungen für die Betreiber. "Mehr Internet-Usage bedeutet immer auch mehr Datenverkehr. Die Betreiber müssen sich heute schon rüsten, um ihren Kunden in Zukunft die erforderlichen Bandbreiten bieten zu können", ist Ola Sandberg überzeugt.

Internet in der Hosentasche - spontan statt geplant
Die Internet-fähigen Geräte werden immer kleiner und handlicher - und so wandert das WWW in die Akten- oder Hosentasche. "Der Laptop wird zum persönlichen Begleiter. Er schafft unterwegs Zugang zu wichtigen Online-Services von Social Networks bis Online-Banking", betont Sandberg weiter. Die Laptop-Verbreitung in der Bevölkerung hat sich seit der letzten Befragung 2007 fast verdoppelt: von 29 auf 55 %.

Wird der Laptop in erster Linie "geplant" eingesetzt, so ermöglicht das Smartphone den spontanen Zugriff auf das Internet. Ein Viertel der Österreicher plant, sich als nächstes Handy ein Smartphone zuzulegen. Damit wird auch das Datenvolumen weiter ansteigen. Denn wer ein Smartphone hat, setzt es auch für den Webzugang ein: Ein Drittel der Smartphone-User surft bereits jetzt täglich im Internet.

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