Kritik nach Tod des Internet-Wunderkinds

Justiz schuld?

Kritik nach Tod des Internet-Wunderkinds

Der Selbstmord des Internet-Aktivisten und Programmierers Aaron Swartz (Bild oben) hat die Online-Gemeinde aufgewühlt. Das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) kündigte eine eigene Untersuchung an, bei der die Rolle der Forschungseinrichtung in den juristischen Problemen durchleuchtet werden soll. Der seit Jahren mit Depressionen kämpfende 26-Jährige hatte sich am Freitag das Leben genommen.

Prozess wegen Datenklaus
Gegen Swartz sollte in Kürze ein Prozess eröffnet werden, in dem ihm bis zu 35 Jahre Haft und eine Millionenstrafe drohten. Ihm war vorgeworfen worden, aus einer kommerziellen Datenbank Daten im großen Stil heruntergeladen und illegal veröffentlicht zu haben. Sir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, schrieb im Kurzmitteilungsdienst Twitter: "Aaaron (ist) tot. Welt-Wanderer, wir haben einen weisen Älteren verloren. Hacker für Recht, einer von uns ist gefallen. Alle Eltern, wir haben ein Kind verloren. Lasst uns weinen."

"Internet-Wunderkind"
Swartz war ein umstrittener Jungstar unter den Programmierern. Schon als Teenager hatte er den RSS-Dienst mitentwickelt, mit dem man Aktualisierungen von Website-Inhalten abonnieren kann. Später gründete er die Soziale Plattform Reddit mit. Zugleich brachte ihn sein aggressiver Einsatz für den freien Datenfluss immer wieder in Schwierigkeiten. Er plädierte in einem "Guerilla-Manifest" nicht nur für freien Zugang zu wissenschaftlichen Papieren, sondern durchbrach auch selbst Bezahlschranken, um Informationen frei verfügbar zu machen.

Staatsanwälte beharrten auf Prozess
Als Swartz vor einigen Jahren Millionen Seiten von Dokumenten aus dem kostenpflichtigen US-Gerichtssystem PACER herunterlud, ging er noch straffrei aus. Doch als er in ähnlich großem Stil Artikel aus der wissenschaftlichen Datenbank JSTOR holte, wollten ihn die Staatsanwälte nicht so leicht davonkommen lassen. Obwohl JSTOR zuletzt kein Interesse an einer Verfolgung von Swartz zeigte, sollte am 1. April der Prozess wegen Online-Kriminalität beginnen. Kurz nachdem ein Deal mit den Anklägern gescheitert war, nahm sich Swartz das Leben.

Trauer und Proteste
Sein Tod löste Trauer und Protest im Netz aus. Auf einer Gedenk-Website wurden mehr als 1.500 Links zu urheberrechtlich geschütztem, aber frei verfügbarem wissenschaftlichem Material zusammengetragen. Die Web-Guerilla Anonymous platzierte auf dem MIT-Server eine Trauer-Nachricht. Swartz war aus dem MIT-Netzwerk heraus bei JSTOR eingebrochen, seine Familie gab neben den Anklägern auch dem Institut die Schuld an seinem Tod. "Aarons Tod ist nicht einfach nur eine persönliche Tragödie", schrieben Familienangehörige und Freunde in einem online veröffentlichten Statement. "Er ist das Produkt eines kriminellen Justizsystems, in dem Einschüchterungen und ungerechte Vorwürfe weit verbreitet sind."

MIT kündigt Untersuchung an
Swartz und das Institut hatten sich zwar außergerichtlich geeinigt, aber bei der Anklage kam auch vom MIT gesammeltes Material zum Einsatz. MIT-Präsident L. Rafael Reif kündigte eine Untersuchung des Vorgehens des Instituts an. Traurige Ironie: JSTOR öffnete kurz vor Swartz' Tod den Zugang zu einem großen Teil des Archivs.

 

Diashow Die besten Bilder der CES 2013

CES 2013 in Las Vegas

Größter Branchentreff zeigt die Technik-Trends des Jahres. Panasonic zeigt einen 56-Zoll-OLED-Fernsher mit Ultra-HD-Auflösung (verfaches FullHD).

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Nicht minder beeindruckend ist das 20-Zoll-Tablet vom gleichen Hersteller.

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Das Huawei Ascend Mate ist mit seinem 6,1-Zoll-Display das größte Smartphone der Welt. Da...

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...können Alcatel und...

CES 2013 in Las Vegas

...Sony nicht ganz mithalten. Dafür bietet das Xperia Z aber eine FullHD-Auflösung.

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Auch so kann man Zubehörgeräte wie Kopfhörer gekonnt in Szene setzen.

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Diese Hghtech-Wand würde sich so mancher Tech-Fan wohl für sein Wohnzimmer wünschen.

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Hochauflösende Super-Fernseher findet man an jeder Ecke.

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Hier wird die Robustheit eines Tablets unter Beweis gestellt.

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Edle Smartphone-Taschen kommen wohl auch in den nächsten zehn Jahren nicht aus der Mode.

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Der Hype um Action-Cams mit FullHD-Auflösung setzt sich ebenfalls fort.

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Auch mobile Spiele stehen nach wie vor hoch im Kurs.

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Bei Microsoft dreht sich alles um Tablets und Smartphones, die mit Windows (Phone) 8 laufen.

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Sony stellte sein neues Smartphone-Flaggschiff Xperia Z vor.

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5-Zoll FullHD-Display, 13 MP-Kamera und Quadcore-Chip sind mit an Bord.

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Neue Kopfhörer sollen für den perfekten Sound sorgen.

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Bei Fernshern steht vor allem die Ultra HD-Auflösung im Mittelpunkt. Sie übertrifft die FullHD-Geräte um das Vierfache.

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Dazwischen sind immer wieder kurze Pausen angesagt.

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Tablets mit aufsteckbaren Tastaturen stehen besonders hoch im Kurd.

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Gleiches gilt für die günstigen 7-Zoll-Tablet-Computer.

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Lenovo bringt im Sommer für umgerechnet 1.300 Euro ein 27-Zoll großes IdeaPad in den Handel. Das Riesen-Tablet eignet sich sogar zum Monopoly Spielen.

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In Zukunft können wir den Fernseher auch als Zeichenbrett bzw. Notizblock verwenden.

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LGs 55-Zoll-OLED-Fernseher ist nur 4 mm dick.

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Gaming-Fans kommen mit diversen Zubehör voll auf ihre Kosten.

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Auch Gadgets, die beim Stromsparen helfen, werden gezeigt.

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Beim Yeti 150 steht die Solarenergie im Mittelpunkt.

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So klein und schon eine vollwertige FullHD-Kamera.

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Auch moderne Haushaltsgeräte wie ans Internet angeschlossene Kühlschränke werden auf der CES gezeigt.

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Mit diesem Gadget kann man seine Blumen auch aus der Ferns gießen.

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Diesem Tablet kann sogar eine "Bier-Dusche" nichts anhaben.

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Kleine Helikopter, die über das Smartphone oder Tablet gesteuert werden, erfreuen Groß und Klein gleichermaßen.

CES 2013 in Las Vegas

Wie in jedem Jahr reisen auch 2013 wieder zahlreiche Medienvertreter nach Las Vegas.

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Huawei stellte einen 6,1 Zoll großen Smartphone-Tablet-Mischling vor.

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Acer trumpft gleich mit mehreren Ultrabooks auf.

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Samsung stellte neue Ultra HD-TVs sowie neue OLED-Geräte vor. Der größte Fernseher am Messestand, weist eine....

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.,.Diagonale von 2,79 m (110 Zoll) auf.

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Auch die Autobauer sind in Las Vegas vertreten. Toyota-Tochter Lexus zeigt beispielsweise ein selbstfahrendes Auto.

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