Laternen mit Handytechnik für mehr Sicherheit

Individuell steuern

 

Laternen mit Handytechnik für mehr Sicherheit

Über das Handy lässt sich bereits so einiges erledigen: Fernsehen, Zugtickets kaufen und Parkscheine verlängern. In naher Zukunft werden vielleicht auch Österreichs Straßenlaternen mittels SIM-Karte gesteuert. In Klagenfurt wurde nun ein Pilotprojekt von T-Mobile, dem niederländischen Lampenhersteller Lioris und der Energie Klagenfurt GmbH gestartet. Dabei soll das Potenzial von Mobilfunk-gesteuerten LED-Lampen in der Straßenbeleuchtung evaluiert werden.

Handytechnik geht ein Licht auf
"Die Lampen werden mit SIM-Karten ausgerüstet. Damit können sie über Mobilfunk gesteuert werden", erklärte Bela Virag, Marketing-Bereichsleiter von T-Mobile bei der Projektpräsentation am Dienstag in Wien. Zudem enthält jeder Lampenkopf ein GPS-Modul, über das er sich auf einem Server anmeldet. Somit sind alle Straßenlichter "registriert" und können individuell von einer Leitzentrale aus per Mobilfunk gelenkt werden.

Testbetrieb
Die neue Technologie wird in den kommenden drei Monaten von den Klagenfurter Stadtwerken getestet. "Wir haben drei Laternen auf unserem Gelände umgerüstet. Bevor das Pilotprojekt in einem größeren Umfang startet, werden die Lichter nämlich unter die Lupe genommen. Wir prüfen die Alltagstauglichkeit, den Stromverbrauch und die Beleuchtungsintensität", sagte Gernot Bitzan, Geschäftsleiter der Klagenfurter Stadtwerke.

Gewählt wurden für das Projekt LED-Lampen, da diese im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung zahlreiche Vorteile aufweisen: Sie brauchen bis zu 35 Prozent weniger Energie, sind dimmbar und in verschiedenen Farben erhältlich. Laut Lioris-Geschäftsführer Lucien Laseur ist somit ein individuelles Abdunkeln bestimmter Verkehrswege zu bestimmten Uhrzeiten möglich, ebenso wie das Aufhellen an anderen Stellen.

"Wenn zum Beispiel ein Unfall passiert, kann über die SIM-Karte das Licht dort voll aufgedreht werden. Die restlichen Lampen in der Straße könnte man zur Warnung rot blinken lassen", veranschaulichte Virag die Möglichkeiten der mit SIM-Karten gesteuerten Laternen. In punkto Finanzierung der Straßenbeleuchtung kann er sich zum Beispiel folgendes Modell vorstellen: "Das, was an Stromkosten im Monat gespart wird, fällt an Gebühren an. Dafür rüsten wir den Kunden auf die neue Technologie um."

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