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Microsoft schluckt

Berliner Start-up

Microsoft schluckt "6Wunderkinder"

Nun hat sich eines der heißesten Tech-Gerüchte der vergangenen Wochen bestätigt : Microsoft Microsoft übernimmt das Berliner Start-up 6Wunderkinder. Das bestätigte der US-Softwarekonzern am Dienstag. Die To-Do-Liste der Berliner App-Entwickler passe zum Portfolio von Microsoft und den Ambitionen des Konzerns, Produktivität in einer mobilen und Cloud-basierten Welt neu zu erfinden, schrieb Microsoft-Manager Eran Megiddo in einem Blog-Beitrag.

Preis bleibt geheim

Weitere Details oder einen Kaufpreis nannte Megiddo nicht. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor von einer Summe zwischen 100 und 200 Mio. Dollar (bis zu 183 Mio. Euro) berichtet und berief sich dabei auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Trotz der großen Spanne dürfte das kein schlechter Preis sein für eine knapp fünf Jahre alte Firma, um die es in jüngster Zeit etwas ruhiger geworden war.

Mit der Wunderlist lassen sich auf dem Smartphone oder Tablet, aber auch auf dem PC Aufgaben verwalten und Notizen speichern. Die App hatte zuletzt über 13 Millionen Nutzer. Wie viele davon die kostenpflichtige Version verwenden, ist nicht bekannt.

Erst 2010 gegründet

"Eine so nützliche und populäre Lösung gelingt nicht ohne eine Menge harter Arbeit von einer Gruppe unglaublich smarter, kreativer und talentierter Leute", lobte Microsoft-Manager Megiddo die Macher hinter der App in großen Worten.

Das 2010 von sechs Berlinern rund um den heutigen Geschäftsführer Reber gegründete Start-up erreichte eine gewisse Berühmtheit, als es Ende 2013 mit Sequoia Capital sogar einen legendären Risikokapitalgeber aus dem Silicon Valley als Geldgeber anzog. Zu den Investoren gehören auch der schwedische Fonds Atomico sowie Earlybird Venture Capital.

Microsoft will die Wunderlist in sein Portfolio integrieren. Für die bisherigen Nutzer solle sich jedoch nichts ändern, versicherten Megiddo und Reber. Die App werde weiterhin kostenlos sein, der Preis der Pro-Version bleibe unverändert. Reber werde auch nach der Übernahme das Wunderkinder-Team leiten.

Wahre App-Shoppingtour
Mit dem Berliner Start-up sichert sich Microsoft das Know-how eines der bekanntesten Berliner Start-ups für seine neue Mobilstrategie. Microsoft-Chef Satya Nadella will das Produktangebot verjüngen und vor allem im Smartphone-Markt aufholen. 6Wunderkinder ist bei Microsofts jüngster Einkaufstour der Dritte im Bunde. Zuvor schluckte der Softwarekonzern bereits den App-Anbieter Acompli und die Kalender-App Sunrise.

 

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