Netbook-Boom beschert Apple Probleme

Apple in Not

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Netbook-Boom beschert Apple Probleme

Obwohl der Trend hin zu kleinen günstigen Netbooks mittlerweile schon einige Monate anhält und auch Premiumhersteller wie Sony bereits solche Modelle anbieten, engagierte sich Apple bis jetzt noch nicht in diesem zukunftsträchtigen Segment.

Analysten warnen das kalifornische Unternehemen nun davor, auf die Entwicklung und Einführung solcher Geräte zu verzichten. Die billigsten Apple-Notebooks sind nämlich empfindlich teurer als die beliebten kleinen Alleskönner. Und gerade bei knappen Kassen in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise kann die kostengünstige, nächste Generation der Netbooks (siehe unten) eine echte Alternative beispielsweise zum schmalen MacBook Air werden.

Branchenkenner zeigen sich besorgt
Der bekannte Analyst Richard Shim von IDC warnt Apple davor, diese neue Markttendenz zu ignorieren. Denn der Netbook-Markt wächst weiterhin unaufhörlich. Dafür sind in erster Linie die neuen Intel-Prozessoren verantwortlich. Sie benötigen weniger Energie, dadurch ein kleineres Kühlsystem und damit wiederum weniger Platz. Trotzdem kann der Verbraucher nahezu alle multimedialen Funktionen damit ausführen.

Zweite Netbook-Generation kurz vor der Einführung
PC-Hersteller wie ASUtek, Hewlett-Packard und Acer kämpfen jetzt darum, ein Notebook zu entwickeln, das weniger als einen Zoll - also 2,54 Zentimeter - hoch ist. Zudem soll es über eine 60 Prozent längere Batterielaufzeit verfügen und weniger als die Hälfte als der MacBook Air mit durchschnittlich 1.500 Dollar (1.044 Euro) kosten.

Bei teuren Geräten ist Apple unangefochtener Marktleader
Apple ist bei den hochpreisigen Produkten unbedrängt. Laut einer Studie der Marktforschungsgesellschaft NPD hält der Konzern 91 Prozent des US-Marktes für PCs, die teurer als 1.000 Dollar sind. Das Geschäft mit günstigen Netbooks ist hingegen an dem Unternehmen bisher komplett vorbeigegangen. Doch gerade deren Absatz soll sich dieses Jahr auf 9,5 Prozent des totalen PC-Marktes verdoppeln.

Analysten erwarten darum, dass Apple noch 2009 mit einem eigenen, kleinen und günstigen Gerät einsteigt, auch wenn die Firmenleitung sich bisher eher abfällig über Netbooks geäußert hat.

Apple-Kunden schauen (noch) nicht auf den Preis
Dabei ist für Apple-Freunde der Preis nicht ausschlaggebend. Nach Einschätzung von Laura DiDio, Analystin bei ITIC, ist für die meisten ein Aufschlag von 15 bis 20 Prozent akzeptabel. Schließlich schätzen sie die Produkte für ihr Design, Image, Hardware sowie auch die Software. Wie sich allerdings die globale Wirtschaftskrise auf die Kundenbindung auswirkt, wollen Analysten kaum beurteilen. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Apple-Nettogewinn jedenfalls um 13 Prozent auf 1,23 Mrd. Dollar.

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