Netflix will auch in Österreich starten

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Netflix will auch in Österreich starten

Der Online-Videodienst Netflix bereitet offenbar seine nächsten Schritte auf dem europäischen Markt vor. Das europäische Hauptquartier des US-Unternehmens werde "für die nächste Phase der Expansion in Europa" von Luxemburg in die Niederlande verlegt, erklärte der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel am Dienstag. Netflix habe die Regierung über dieses Vorhaben unterrichtet, heißt es in einem Schreiben Bettels an das luxemburgische Parlament. Der Umzug sei für Anfang kommenden Jahres geplant.

Konkrete Pläne für Österreich
Die französische Tageszeitung "Le Figaro" berichtete am Dienstag, Netflix werde Mitte September sein Angebot in Frankreich starten. Auch Deutschland, Belgien, Österreich und die Schweiz habe das US-Unternehmen im Visier. Über eine Expansion des Online-Dienstes in Europa wird, wie berichtet, seit Monaten spekuliert. In Großbritannien, Irland, Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und den Niederlanden ist Netflix bereits aktiv. Das Unternehmen ist einer der größten Anbieter von Filmen und Serien zum Abruf über das Internet. Für eine Monatsgebühr können Abonnenten unbegrenzt Videos schauen.

>>>Nachlesen: Sky startet Netflix-Gegner "Snap"

Günstige Flatrate als Erfolgsgeheimnis
Das 1997 gestartete Unternehmen Netflix hat in den vergangenen Jahren den US-Fernsehmarkt ordentlich aufgemischt. Für knapp acht Dollar können Nutzer unbegrenzt Filme und Serien übers Internet schauen, was vor allem den teuren Kabelnetz-Betreibern Kopfschmerzen bereitet. Zuletzt heimste Netflix sogar Preise mit Eigenproduktionen ein. Weltweit hatte die Online-Videothek zum Jahreswechsel 2014 mehr als 44 Mio. Mitglieder, gut 33 Mio. davon in den USA. Der Rest verteilt sich auf Kanada, Lateinamerika und die ersten europäischen Länder. Das sind im Einzelnen Großbritannien, Irland sowie Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen.

Debatte ins Rollen gebracht
In Frankreich hat der erwartete Markteinstieg von Netflix eine Debatte ausgelöst, weil sich das Unternehmen voraussichtlich nicht an der vorgeschriebenen Finanzierung und Quotenregelung zur Förderung französischer Werke beteiligen muss. Dazu sind nur Medien mit Sitz in Frankreich verpflichtet. Vertreter der Kinobranche haben sich deswegen besorgt geäußert. Vertreter des US-Unternehmens wurden auf höchster Ebene der französischen Verwaltung zu Gesprächen empfangen.

In Luxemburg ist Netflix seit 2011 ansässig - vor allem aus steuerlichen Gründen. Die Mehrwertsteuer auf audiovisuelle Angebote beträgt in dem Großherzogtum lediglich drei Prozent.
 

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