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Nintendo schwächelt trotz Pokémon Go

Hype wirkt sich (noch) nicht aus

Nintendo schwächelt trotz Pokémon Go

Trotz der weltweiten Begeisterung für das erste Handyspiel "Pokémon Go" von Nintendo gibt sich der japanische Konzern weiter zurückhaltend. Nintendo hielt am Mittwoch an der Jahresprognose fest. Der Konzern geht weiterhin davon aus, dass der operative Gewinn im Finanzjahr bis Ende März 2017 um 37 Prozent auf umgerechnet rund 388 Mio. Euro steigt.

2016 lief (vor Pokémon-Go-Start) miserabel

Bereits vergangene Woche hatte Nintendo versucht, dem Hype um "Pokemon Go" den Wind aus den Segeln zu nehmen und erklärt, das Spiel werde nur begrenzten Einfluss auf die Geschäftszahlen haben. Im ersten Geschäftsquartal - und damit noch vor der Markteinführung des Spiels - drückte der starke Yen den Spielekonsolenanbieter sogar in die roten Zahlen. Von April zu Juni fiel ein operativer Verlust von knapp 44 Mio. Euro nach einem Gewinn von fast zehn Millionen Euro im Vorjahreszeitraum an.

Experten rechnen mit finanziellen Erfolg

Am 6. Juli ging "Pokemon Go" in den USA an den Start und ist seither in fast 40 Ländern verfügbar. Die große Nachfrage hat den Markwert des "Wii"- und "DS"-Konzerns um etwa 50 Prozent klettern lassen. Beobachter gehen davon aus, dass "Pokemon Go" sich letztlich auch als finanzieller Erfolg für Nintendo erweisen wird. Zuletzt belastete Nintendo vor allem, dass der Konzern rund zwei Drittel seiner Erlöse im Ausland erzielt und damit besonders unter der Stärke der Landeswährung leidet.

Nintendo bei Pokémon-Einnahmen auf andere angewiesen

Um künftig den Erfolg des Handyspiels in bare Münze umzuwandeln, ist Nintendo auf die Tochter The Pokemon Company angewiesen, die die Lizenzrechte besitzt. Darüber hinaus sind die Japaner auch am Spieleerfinder Niantic beteiligt. Die Google-Ausgründung wird das tragbare Zusatzgerät Pokemon Go Plus vertreiben, das Spieler auf die Monstertierchen hinweisen soll, die sich in der Nähe befinden. Ursprünglich sollte das Gerät diesen Monat in den Handel kommen. Das wird sich wegen Softwareproblemen bis September verzögern. Analysten rechnen für die Zukunft damit, dass Nintendo den "Pokemon Go"-Erfolg mit neuen Spielen rund um bekannte Figuren wie Super Mario oder Zelda wiederholen kann.

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