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PC-Markt wächst bereits in diesem Jahr

Revidierte Prognose

© TZ Österreich

PC-Markt wächst bereits in diesem Jahr

Was sich in der letzten Woche in Deutschland bereits ankündigte, wird nun am Weltmarkt bestätigt: Der PC-Markt wird sich laut Marktforschern noch heuer vom Einbruch durch die Wirtschaftskrise erholen. Die Absatzzahlen werden in diesem Jahr anders als ursprünglich erwartet mit 298,9 Mio. PC um 2,8 Prozent zulegen, teilte die Marktforschung Gartner am Montag mit. Zuvor hatten die Marktbeobachter noch mit einem Rückgang um 2 Prozent bei den Verkäufen gerechnet. Der Marktwert werde wegen weiter fallender Preise aber voraussichtlich trotzdem sinken, hieß es.

Enormer Zuwachs im dritten Quartal
Gartner revidierte seine ursprüngliche Prognose nach einem unerwartet starken dritten Quartal. Im vierten Quartal rechnen die Experten mit weiter moderatem saisonalem Wachstum. Im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum werde es deutliche Zuwächse geben. "Der diesjährige Rückgang im Marktwert liegt an den stark sinkenden Verkaufspreisen für PC", sagte George Shiffler, Forschungsdirektor bei Gartner. Die durchschnittlichen Preise würden allerdings nicht so bald wieder ansteigen. "Deshalb wird das Wachstum des Marktwertes der verkauften PC dem Wachstum bei den Stückzahlen im nächsten Jahr und darüber hinaus hinterherhinken."

Umsätze sinken dennoch
Der Wert der verkauften PC dürfte in diesem Jahr angesichts des Booms bei den billigen Netbooks und dem Trend zu günstigeren PC um 10,7 Prozent auf 217 Mrd. US-Dollar (146 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr sinken. Für 2010 rechnen die Analysten mit einem Marktwert von 22,9 Mrd. Dollar, das wäre eine Steigerung von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Stückzahlen dürfte der Markt im kommenden Jahr mit 336,6 Mio. PC um 12,6 Prozent ansteigen.

Windows 7 nicht ausschlaggebend
Das neue Microsoft Betriebssystem Windows 7 wird nach Ansicht der Marktforscher die PC-Verkäufe im wichtigen Weihnachtsgeschäft laut Einschätzung der Analysten nur bedingt nach oben treiben. Die kritische Frage sei, wann die Unternehmen ihren Umstieg auf Windows 7 und damit verbunden auch den Kauf von neuen PCs planten. Mit einer größeren Wechselwelle rechnen die Analysten nicht vor Ende des kommenden Jahres.

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