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Polizei warnt vor Amazon-Betrug

Online-Shopper aufgepasst!

Polizei warnt vor Amazon-Betrug

Mitten im boomenden Weihnachtsgeschäft gibt es nun eine Hiobsbotschaft für Online-Shopper. Bei den beiden beliebten Verkaufsplattformen von Amazon und eBay treiben gerade Betrüger ihr Unwesen. Mittlerweile haben die kriminellen Machenschaften ein derartiges Ausmaß erreicht, dass sogar die Polizei eine Warnung herausgegeben hat.

>>>Nachlesen: Die Bestellfristen für Online-Shopper

Phishing

Konkret warnt die Polizei Niedersachsen (auf ihrer Webseite polizei-praevention.de) vor gefälschten E-Mails, mit denen deutschsprachige Amazon- und eBay-Kunden auf eine Phishing-Seite gelockt werden. Als Betreff geben die Betrüger "Rechnung über Ihre Verkaeufergebuehren bei Amazon.de" oder "Rechnung über Ihre Verkaeufergebuehren bei eBay.de" an (siehe Screenshots unten).

Von der Betrugsmasche sind zwei unterschiedliche Versionen in Umlauf. Je nach Variante ist laut der Polizei eine HTML-Datei oder eine PDF-Datei enthalten, die dann zur Phishingseite führt oder über ein implementiertes Java-Script das Phishing durchführt.

Maßnahmen für Betroffene

Allen Betroffenen, die in die Falle getappt sind, rät die Polizei Niedersachsen folgende Maßnahmen zu setzen:

  • Sollten Sie auf diese Phishingvarianten hereingefallen sein, so wenden Sie sich unverzüglich an den zuständigen Kundendienst bei Amazon oder bei eBay!
  • Versuchen Sie, sich einzuloggen und die Zugangsdaten zu ändern.
  • Sollte dies noch funktionieren, so prüfen Sie, ob es bereits zu Veränderungen im Konto gekommen ist. Dies könnten unbekannte Artikel im Verkauf sein, alternative Kontaktmöglichkeiten (Mailweiterleitung, Adressänderungen, telefonischer Erreichbarkeiten usw.) oder Bankdaten.
  • Lassen Sie den Account auch zur Sicherheit durch den Anbieter prüfen.
  • Ggf. muss der Account gesperrt werden, wenn bereits ein Fremdzugriff erfolgt ist und Sie keine Möglichkeit mehr zum Login haben.
  • Dokumentieren Sie die gefundenen Änderungen z.B. durch Screenshots.
  • Erstatten Sie auch bei Ihrer örtlichen Polizei Anzeige. Reichen Sie die dortigen Screenshots ein.

Vorsicht ist oberstes Gebot

Obwohl es die Betrüger vor allem auf Verkäufer abgesehen haben, sollte man laut der Polizei dennoch ebenso vorsichtig reagieren, wenn man kein Verkäufer bei eBay oder Amazon ist. Auch hier kann ein normaler Account schnell durch Täter missbraucht werden. Es gelten die gleichen Maßnahmen beim Ernstfall. Am besten sei es vorzusorgen und - soweit vorhanden - eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Außerdem sollte man für Notfälle echte Kontaktmöglichkeiten zum Anbieter bereithalten.

Darüber hinaus sollte man natürlich auch das Betriebssystem inkl. der genutzten Software (wie Acrobat Reader oder Java-Script) sowie den Internetbrowser auf einem aktuellen Stand halten.

amazon-betrug.jpg © Polizei Niedersachsen Sieht zunächst aus wie Amazon, ist aber eine gefährliche Phishing-Seite.

ebay-betrug.jpg © Polizei Niedersachsen So sieht die gefälschte eBay-Mail aus.

>>>Nachlesen: Paketlieferung nie mehr verpassen

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