Der seit 2004 alljährlich in Wien ausgetragene Roboter-Wettbewerb "RobotChallenge"
wächst und wächst. Angesichts der 600 Anmeldungen für den diesjährigen
Contest - davon rund zehn Prozent aus Österreich - haben sich die
Veranstalter von der Österreichischen Gesellschaft für innovative
Computerwissenschaften (INNOC) entschlossen, einen Antrag für die Aufnahme
ins Guinness-Buch der Rekorde zu stellen.
Passende Location Die Aula der Wissenschaften in Wien-Innere
Stadt ist am Wochenende (20. und 21. März) Schauplatz der diesjährigen "RobotChallenge"
bei der sich mehr oder weniger selbst gebaute, beräderte und bebeinte
Roboter verschiedenen Ausscheidungen stellen.
Bewerbe Eine vergleichsweise einfache Aufgabe ist die Verfolgung
einer Linie beim Bewerb "Linefollower", bei "Linefollower
Enhanced" geht es schon schwieriger zur Sache, da ist die Linie
teilweise unterbrochen oder auch mit Hindernissen versehen.
Beim "Humanoid Sprint" geht es um die möglichst rasche Bewältigung
einer bestimmten Strecke, und das auf zwei Beinen, denn die Akteure sind
humanoide, also menschenähnliche Roboter. Mittlerweile haben die
mechanischen Läufer schon ansehnliche Geschwindigkeiten drauf, bis zu rund
einem Meter pro Sekunde.
Eine der schwierigsten Disziplinen für die menschlichen Trainer der Robos
ist der Bewerb "Puck Collect". Dabei treten zwei Roboter gegen
einander an und müssen verschiedenfarbige Scheiben in ein bestimmtes Feld
bringen. Dabei ist es auch gestattet, den Gegner auszutricksen, etwa seine
Scheiben zu verstecken oder sie ihm wegzunehmen.
Europameisterschaft im "Sumo-Ringen" Breiten Raum
nehmen die Sumo-Bewerbe ein, die heuer auch erstmals als Europameisterschaft
ausgetragen werden. Akteure sind jeweils zwei Roboter, die einander aus dem
Spielfeld, einer runden Fläche, drängen müssen. Mittlerweile gibt es fünf
Größenklassen für die Sumo-Roboter. Neu ist die kleinste Klasse, namens
Nano-Sumo. Dabei sind die Roboter nicht größer als 2,5 Zentimeter und nicht
schwerer als 25 Gramm. Der Ring, also die Kampffläche hat ganze 17
Zentimeter Durchmesser.
Wissenschaftlicher Hintergrund Neben dem spielerischen Ansatz
haben die Roboter-Wettbewerbe einen durchaus ernstzunehmenden Hintergrund.
Die Lösungen, welche die Techniker zur Bewältigung der Aufgaben entwickeln,
könnten später etwa auch Autos steuern oder die Bilderkennung des Computers
verbessern. Die bei der "RobotChallenge" eingesetzten Akteure sind
teils völlig selbst entwickelt, teilweise sind es auch verbesserte, quasi
getunte käufliche Modelle.